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Fan Fiction – New York sehen und sterben – Teil 2

Euer SCNR Team freut sich der deutschsprachigen Community wieder eine Fan Fiction Story präsentieren zu  können.

Der Titel lautet: „New York sehen und sterben“  und die Geschichte stammt von EL Capitan.

 

Hier noch ein paar Infos zum Autor der Story:

 

Vorname: John

Wohnhaft: Odenwald

Geboren: 1987

Beruf: Bordmechaniker bei einer Aktiengesellschaft
Hobbys & Interessen: Altertum, Militärgeschichte, Allgemeingeschichte, Raumfahrt und Sci-Fic
Eigene Werke: Zur Zeit an einem eigenen Sci-Fic Roman schreiben (selbst erfundenes Universum).

Euer SCNR Team wünscht euch gute Unterhaltung!

 

Legende:

Computerstimmen

Wörtliche Rede

Aggressive Wörtliche Rede

Gedankengänge

 

 

UEE Navy HQ, Eingangshalle

07:28 Uhr

Inzwischen hatten Bail und Captain Mignola das Navy HQ in einer der vielen Stadtschluchten erreicht. Vice Admiral Cayannis hingegen, wurde zum Rat berufen. Skirata konnte nur vermuten, um was es sich handeln konnte, aber eigentlich konnte er es sich auch denken warum sie dort hin beordert wurde.

Nach einem kurzen Fußmarsch, waren sie beinahe am Ziel angelangt. Mit Erstaunen musste der 58-Jährige feststellen, wie viel sich in knapp 15 Jahren verändert hatte. Zum Beispiel fiel ihm sofort auf, dass die Fassade nun vollständig aus Glas bestand. In seiner Zeit war das Navy HQ ein seelenloser Betonklotz, aber jetzt lag eine gewisse Grazie in der Erscheinung. Auch stellte er mit Bedauern fest das der sympathische Banu Imbiss-Verkäufer nicht mehr da war. Dort kam der Ex-Marine nämlich immer gerne zum Mittagessen, allein wegen der frischen Fischbrötchen die mit Bacchus-Wildlachs belegt waren, aber auch wegen einem netten Plausch war er gerne dort. Wortlos liefen die beiden weiter die Straße entlang, als sich vor ihnen das hohe und gigantische HQ der Navy in dem Himmel empor erstreckte.

Einen Moment und ein Augenblinzeln später, betraten Skirata und Mignola das Gebäude, das erste was ihm wieder sofort auffiel, war die komplett neu eingerichtete Eingangshalle.

Früher erstreckte sich die Halle aus schlichten und einfachen Marmor. Oder war es Sandstein?! Er hatte dafür kein Auge. Nun bestand die Decke aus einem weit offenen Glaskonstrukt, dass die komplette Eingangshalle überdeckte. Schöne Aussicht auf den Flugverkehr da oben…na hoffentlich stürzt mal keiner hier rein, dachte der Neuseeländer sarkastisch. Was sich allerdings nicht verändert hatte, war das herumlaufen Uniformierter Leute. Der alte Schmuggler erkannte sogar einige Tevarin und menschliche Marines in ihren Rüstungen, die sich unterhielten.

Darf ich offen sein, Sir?“ fragte ihn die Militärpolizistin aus heiterem Himmel, die hinter ihm herlief. Geht das schon wieder los!Mignola, ich schwöre bei Gott, wenn sie mich noch einmal Sir nennen, krieg ich en‘ Schreikrampf.“ warnte er die junge Frau mit einem leicht aggressiven Ton. Skirata ging geradewegs den Gang entlang, denn dort vermutete er, wie er es von früher kannte, die Büros der Militärpolizei. Plötzlich vernahm er hinter sich, dass das Klacken von Mignolas Schuhen schneller wurde und keine Sekunde später überholte sie den alten Mann in hohem Tempo auch schon und versperrte ihm den Weg zur nächsten Tür.
Ich weiß alles über sie! Die Staatsanwaltschaft auf Gliese IV ermittelt gegen sie wegen Drogenschmuggels und Unterschlagung.

Das ließ Bail nicht auf sich sitzen, da er wusste, dass dies ein Missverständnis der Banu Behörden war „Wegen Verdacht, auf Drogenschmuggels und Unterschlagung! Auf den Wortlaut kommt’s an.“ wies er Mignola zurecht.
Der Wortlaut interessiert mich nicht, ich will nicht das sie in diesem Fall ermitteln.“ machte sie ihm unmissverständlich klar. „Achten sie auf 3 Dinge. Zum Ersten, sie haben keine andere Wahl. Zweitens, ich hab in meinem ganzen Leben NIE Drogen geschmuggelt. Und Drittens, ich bin immer noch Hunde müde von meinem Nonstop-Flug hierher. Also wenn ich jetzt das witzige Vorspiel überspringe und mich einfach direkt über sie hermache, sind sie hoffentlich nicht beleidigt.“ Jennifers Augen weiteten sich und ihr Gesichtsausdruck ließ Skirata seinen Triumph erkennen. Damit hast du wohl nicht gerechnet, was?! Ich hoffe, das sie nun endlich die Klappe hält und ihre Feindseligkeit beendet.

 

UEE Navy HQ – Büros der Militärpolizei 

 

Wortlos und mit rollenden Augen, schlug die Offizierin die milchige Doppelglastür zu den Polizeibereichen auf. In dem riesigen Saal herrschte ein Geräusch, dass sich aus hunderten von Stimmen zusammensetzte und in der Mitte standen Schreibtisch an Schreibtisch, Computer an Computer dicht an dicht zusammen. Ein reinstes Hornissennest, über all liefen und rannten Uniformierte durch den Saal. Ganz selten mal ein Tevarin. Meine Fresse, hier geht’s ja schlimmer zu, wie auf einem Xi’An Basar. Mignola schritt der weilen gezielt zu ihrem Schreibtisch und griff sich 2 Akten, diese drückte sie dem Ex-Marine etwas unsanft in die Hand „Die Erkennungsmarken identifizieren sie als Corporal Gayelord Robinson und First Leutnant Kamat Baka’a.

Skirata öffnete die Akte von Baka’a, ein Xian?! Wie ich dem Namen nach, vermutet hatte. Er studierte die Akte ein wenig, aber ehrlich gesagt durchflog er sie nur flüchtig. Dann wendete er sich der nächsten zu, ein Mensch…na das ist ja ein tolles Team gewesen.

Als er den Vornamen des Marines lass, hob der 58-Jährige fragend eine Augenbraun „Gayelord? Was für’n Mensch nennt sein Kind Gayelord?“ warf er einfach in den Raum, da Bail sich gut vorstellen konnte, dass der Junge in der Schule mehr als nur gehänselt wurde. „Admiral Jonathan Robinson, ein Berater des Imperators.“ kam die prompte Antwort aus Jennifers Mund. „War ja sehr nett von Melina, dass sie mir das in der Live-Übertragung nicht gesagt hat.“ stellte er enttäuscht fest, da es sich hier um den Sohn eines hochdekorierten Admirals handelte.

Baka’a ist noch mindestens eine Stunde bewusstlos. Wir reden also zuerst mit Robinson.“ schlug Mignola entschlossen vor. „Ist er im Vernehmungsraum?“ wollte der alte Schmuggler wissen. „Ja, Sir.“ kam die kurze militärische Antwort. Und schon wieder nennt sie mich Sir…Mädchen sag doch, Bail! Lass es sein, sie kann eben nicht anders, oder ihr macht es Spaß, grübelte und gab Jennifer ebenfalls eine kurze bündige Antwort „Unmöglich!

Wieso?“ wollte sie wissen und starrte Bail gereizt, mit dem Kopf zur Seite geneigt an. „Weil äh…Vernehmungsräume leider immer dazu neigen, verdächtig nach Vernehmungsräumen auszusehen. Dadurch fühlen die Leute sich unbehaglich. Wir haben jetzt 0738 Uhr, am besten gehen wir mit Robinson in einen der Taktischen Besprechungsräume.“ schlug Skirata vor. „Wenn sie darauf bestehen, Sir.

Ist er süß?“ fragte der Ex-Marine spontan, als ob es eine ganz normale Frage wäre. Den wahren Sinn aber, bis jetzt nur er verstehen konnte. „Wie bitte???“ kam es aus Mignola empört gezischt. Genau das hab ich geahnt hehe, na dann werd ich mal weiter machen, „Robinson, ist er süß?“ Die Militärpolizisten nahm Haltung an und versuchte das gehörte zu vergessen. Da sie sich nicht mit kindischen Lappalien herumschlagen wollte „Sir, wenn sie diese Angelegenheit nicht erns……“ Da unterbrach sie der Schmuggler mit einem ernsten Ton „Sieht er gut aus? Ist er selbstbewusst? Hat er ne gute Haltung, körperlich gesehen? Sieht er ihnen in die Augen wenn sie reden oder sieht er zu Boden? Hat er offene Gesichtszüge, die ne gute Herkunft zeigen? Sitz er grade oder sitzt er krumm? Das sind wichtige Fragen, die offenbaren viel über den Charakter eines Mannes. Also jetzt kriegen sie sich mal für 3 1/2 Sekunden wieder ein und sagen sie’s mir.Also jetzt musst du es doch verstanden haben Mädchen.Ist er süß?

Ja, Sir.“ kam die ehrliche ungewollte Antwort aus ihr heraus. „Vielen Dank.“ bedankte sich der 58-Jährige mit einem breiten Lächeln und drückte die 2 Akten Mignola, sanft und liebevoll in die Hände. Er sah ihr in die Augen und dachte, dass er sie noch ein wenig mehr aufziehen könnte. „Ich sag ihnen dann, wie es ausgegangen ist.“ warf er ihr grinsend ins Gesicht und schritt an ihr vorbei, mit Kurs auf einem Kaffeeautomaten. „Skirata! Falls es zum Prozess kommt, wird jemand bezeugen müssen, was bei der Vernehmung alles gesagt wurde. Und sie mit ihrer schillernden Vergangenheit, wären dann ja wohl der unzuverlässigste Zeuge den es je gab. Wenn ich sie schon am Hals haben muss, haben sie mich mit Sicherheit am Hals.“ erinnerte sie ihn ernst daran, als er gerade einen vollen Becher kolumbianischen Kaffees in die Hand nahm.

Ok. Ich möchte, dass sie die Nummer ‚Böser Cop‘ spielen. Ich gebe ihnen ein Zeichen, ich kratz mich am Hinterkopf.“ erklärte er der Militärpolizistin, da das Spiel ‚Böser Cop – Guter Cop‘ fasst immer bei seinen früheren Verhören funktionierte. Aber auf die Antwort von Mignola war er sichtlich beeindruckt, da er es nicht für möglich gehalten hatte, dass sie so etwas sagen würde. „Ich hätte gewettet an den Eiern.Also langsam beginn ich sie zu mögen…hehehe, kicherte Skirata innerlich als er das mit den Eiern vernahm. „Naja, achten sie auf beides. Habt ihr hier Kaffeestückchen? Wie nennt man das hier? Ist ne Eigenart aus deutschen Landen, aber sehr lecker.“ wollte er wissen, aber schon einen Augenblick später, hatte er einen Süßwarenautomaten gefunden und nahm sich zu seinem Erstaunen, eine original Österreicher Quarktasche heraus.

Ich hab ihn 4 Stunden lang verhört, er hat kein Ton von sich gegeben.“ gab Jennifer dem Alten zu verstehn‘, da sie mit Sicherheit nicht glaubte, dass er den Verdächtigen zum Reden bringen würde. „Haben sie ihn auch mit einem Stock gepiekst, ja?“ stachelte der ehemalige Marine die junge Frau wieder auf. „Leider kenne ich derartig raffinierte Techniken noch nicht.“ bemerkte sie mit zusammengebissenen Zähnen. Ach ist die süß wenn sie zornig wird, vielleicht sollte ich mit ihr ne Wette abschließen? Könnte nicht schaden, aber noch bevor der alte Mann sich um entschied, sprach er die Idee mit der Wette aus „Ich wette ich bringe ihn in weniger als 4 Minuten zum reden. 20 Credits…ohne ihm zu sagen das ich Marine war.

Die junge Militärpolizistin guckte Skirata schief an und es setzte sich ein schiefes Lächeln auf ihre Lippen.
Mignola nickte und ging die Wette ein „Los!“ und sofort liefen beide in Richtung des Taktik Besprechungsraumes.

UEE Navy HQ, Taktik Besprechungsraum für Piloten

07:45 Uhr

Als erstes betrat Skirata den provisorischen Vernehmungsraum, der sich als simpler Besprechungsraum für Hornet-Piloten entpuppte. Das einzige was Bail damit erreichen wollte war, dass der Verdächtige sich nicht inmitten von 4 Betonwänden befand und somit erst rechts nichts sagen würde. Er wollte, dass sich die Person, die sich sowieso schon unter großer Anspannung befand, in diesem Raum nicht unnötig unter Druck gesetzt wurde.

Der Besprechungsraum selbst war schlicht und einfach, für UEE Verhältnisse versteht sich. Der Raum hatte die Form eines lang gezogenen Rechtecks, an vorderster Front befand sich ein metallisches Rednerpult, daneben ein großer Holo-Bildschirm.

Auf der rechten Wand befanden sich 3 rechteckige Fenster, mit einer schönen Aussicht auf die alte Freiheitsstatur. Die linke Wand hin ins Innere des Gebäudes war aus Glas, nichts anderes als ein großer Einwegspiegel. Man konnte hinaus, aber nicht von außen in den Raum schauen. In der Mitte befanden sich 10 Tische die in Zweierreihen hintereinander aufgereiht waren, mit jeweils 2 Stühlen. Genau im Mittelpunkt dieser Tischreihe an der linken Seite, saß der mit Handschellen fixierte Corporal Robinson. Schweigend den Kopf geneigt und in sich gekehrt. Der Marine trug nur ein olivgrünes Hemd, eine Feldhose mit Tarnmuster und die dazugehörigen schwarzen Stiefel. Von Außen machte er den Anschein eines einfachen amerikanischen Weißen, kurzgeschorrenes blondes Haar, markante Gesichtszüge und mäßig bemuskelt. Ein ganz normaler Junge, so schien es Bail.

Corporal Robinson, guten Morgen. Ich bin Bail Skirata, sie haben ja den temperamentvollen Captain Mignola schon kennen gelernt. Tja, soviel ich hörte haben sie ne schwere Zeit hinter sich und sie wollen nicht reden. Vermutlich brauchen sie Schlaf und was zu essen.“ begrüßte er freundlich den Verdächtigen, lief um ihn herum und setzte sich auf einen Tisch, so das er Robinson direkt gegenüber saß. „Haben sie was zu essen bekommen?“ fragte Bail beherzt nach und schaute rüber zu Mignola, die gerade einen Militärpolizisten Anweisung gab, vor der Türe Wache zu stehen. Dann postierte sie sich hinter dem verdächtigen Marine. Dieser starrte noch immer emotionslos, mit dem Kopf gesenkt, auf den Tisch.

Am besten, erfreust du den Jungen mit der Quarktasche, immerhin hat er seit längerer Zeit nichts mehr gegessen, dachte sich der Neuseeländer und legte das Gebäck vor Robinson auf den Tisch. Aber trotzdem starrte der Jung immer noch stillschweigend auf den Tisch und nahm nicht einmal die Quarktasche in die Hand, stoß ihn an Bail…komm! „Na los…sie können doch vor jemanden essen und trotzdem nichts sagen, dass haben meine Eltern jahrelang getan.“ sprach Skirata in einem leicht selbstkritischem Tonfall. Und siehe da, Robinson griff nach dem Gebäck und verschlang das Gebäck in weniger als ein paar Augenblicken. „Möchten sie noch eins? Na später vielleicht. Ok, ich will ganz offen zu ihnen sein.

Ich weiß nicht, ob das was sie getan haben Notwehr war, aber eigentlich ist das egal. Die Sache ist die, ich hab mit ner‘ alten Freundin ausgemacht, dass ich mit ihnen rede bis ihr Transport kommt.“ erklärte er ihm ruhig.

Also…“ fuhr der ehemalige Marine fort, ohne eigentlich zu wissen, ob der Typ denn reden würde. Ahhh…ich hab ne Idee „Stehen sie auf Null-G Fußball?“ fragte Skirata seinem Gegenüber, aber dieser kaute und starrte immer noch mit gesenkter Haltung auf den Tisch. Da beschloss der alte Schmuggler, einfach so lange weiter über Fußball zu reden, bis es den Jungen nerven würde.
Ich könnte tagelang über Null-G Fußball reden. Ihr Amerikaner nennt es Soccer, richtig?!“ Der 58-Jährige blickte in Richtung Jennifer, diese schaute sogleich auf ihre Uhr und zuckte mit den Achseln. Ich bin noch in der Zeit, dass ist gut. Also weiter im Plan…“Ich habe alle Tabellen, ganz genaue Daten, ganze Statistiken sind in meinem Hirn. Ich hab das im Gedächtnis, ich bin ein Freak. Wollen wir über Null-G Fußball reden?

Der verhaftete Marine antwortete nicht auf die Frage, stattdessen starrte er immer noch auf den Tisch. Bail versuchte nun ein wenig enttäuscht zu wirken, vielleicht würde sich der Junge so ein wenig mehr trauen. „Achhh, jetzt kommen sie schon Robinson, über irgendwas müssen wir doch reden, wir werden 6 Stunden hier sitzen. Kommen sie, wenn finden sie gut? Hhhmm, wenn finden sie gut? Wie finden sie die Nairobi Tigers? Mein persönlicher Favorit sind ja die ANZAC​ Eagels aus Auckland.“ Und plötzlich war es soweit „Sir, ich mag Zero-G Soccer nicht.“ kam eine ernste, aber ruhig klingende Stimme aus dem Mund von Robinson.

Jetzt wollte Skirata einfach mal mit dem Jungen reden, um so sein Vertrauen zu gewinnen. „Wieso nicht?“ fragte er enttäuscht spielend. Robinsons Rechtfertigung kam sofort „Ich bin der Meinung dieses Spiel ist viel zu schnell und hektisch.“ „Zu schnell? Das Spiel lebt von der Aggressivität und des schnellen Konterns, dass macht es aus.“ versuchte der Schmuggler dem Jungen klar zu machen. „Ich kann’s nicht leiden, Sir. Tut mir Leid, ich hab keine angemessene Erklärung.“ entschuldigte sich der Verdächtige. „Tja, dass ist auch ok. Ich trät ihnen nicht die Kniescheibe kaputt oder sowas.“ bemerkte Skirata etwas forsch sarkastisch.

Sir! Ich wollte mit einem Marine sprechen.“ Schön das du das endlich einmal erwähnst Jungchen, dachte der alte Mann und zeigte ihm sein UEE-Marine Tattoo auf der Innenfläche seines linken Unterarmes. „Ich muss entschuldigen. Ich ähhhh…“ „Ja, sie haben gedacht der sieht wie ein Vollidiot aus. Schon klar, dass schreckt die Typen immer ab.“ bemitleidete er sich selbst und nahm einen Schluck aus seinem Kaffee, bevor er weiter fort fuhr „Hhhmm wissen sie ich war hier 85. unter Master Chief Kalmar. Ja, er hatte ein brutal aussehendes Messer. Genau. Hat er das noch?“ fragte er jetzt sehr interessiert den jungen Mann, der ein kleines Lächeln preisgab. „Handgeschnitzter Griff aus Elysium-Holz, ja Sir.“ bestätigte Robinson.

So allmählig begann sich der alte Mann mit dem Jungen anzufreunden „Ja, ich erinnere mich daran, weil ich immer sein Messerdummie sein musste. Macht er das heute auch noch?“ „Ohh, ja.“ nickte er Skirata zu. Nun konnte Bail nicht mehr, er musste einfach die alten Zeiten raus kramen und drehte sich deshalb zu Mignola und erzählte ihr „Er hatte ne besondere Nummer drauf. Also er sagte, er könnte einen Mann vom Stiel bis zur Stirn. Also mit Stiel, meint er deinen Schwanz…“ Die junge Offizierin wusste wahrscheinlich auf was das herauslaufen würde und entgegnete knapp „Schon klar.“ aber mit einem Gesichtsausdruck der sagen wollte: ‚Typisch Männer!‘.

Nichts desto trotz, erzählte der ehemalige Soldat einfach weiter „Ok, jedenfalls wenn man sein Messerdummie war, da hat er einen das Ding den ganzen Tag pausenlos in die Eier gerammt und so ein Tag war seeehr laaang.“ Ja…diese Zeiten waren bei Kalmar noch die lustigen, leider gab es davon zu wenige. Jetzt komm wieder runter Bail, frag jetzt, was du fragen musst, ermahnte er sich selbst. „Da fällt mir ein, ich hab versprochen ich frag sie wo Kalmar und die anderen sind. Kann man sie finden?“ wollte er wissen, obwohl er schon eine dunkle Vorahnung hatte.

Das ist nicht nötig.“ kam es traurig und ernst über Robinsons Lippen. Scheiße!!! „Das heißt sie sind tot?!“ wollte Bail klarstellen.
Ja, Sir.“ kam es kurz und schmerzlos von Robinson. Tja, armer Hund… „Waren sie das?“ Es herrschte Schweigen, nun kam nichts mehr aus dem Mund des Verdächtigen. Ein schlechtes Zeichen! Ob er es war?!…Naja, dass kann ich jetzt sowieso noch nicht sagen. Robinson hingegen, schwieg weiterhin und starrte wieder auf den Tisch. Am besten gebe ich der Furie da hinten mal das Zeichen, na die wird sich jetzt gleich freuen…hehehehe, belustigte er sich und kratzte sich am Hinterkopf. Und wie auf Kommando schritt Mignola zu Robinson, schlug mit ihrer Handfläche auf den Tisch und schrie ihn an „Hey! Wir wissen genug über sie, wir haben sie am Arsch. Sie wollen uns anschweigen?! Bitte, von mir aus. Ich brauch nur ihren Arsch hier raus zu befördern….

So und jetzt wird sie sich ganz schön blöd vorkommen. Hoffentlich nimmt sie mir das nicht sooo übel, hoffte Skirata und ging dazwischen „Ok, hey h-ey! Time Out, Time Out. Also Rob, dass Spielchen hier heißt: Guter Cop – Böser Cop. Sie schreit rum, ich setz mich für sie ein. Dann sind sie dankbar und das schafft so ne Art Vertrauensbündnis. Ich spiel keine Spielchen mit ihnen, also dann machen wir mal ne Pause, ok?! Ich hol ihnen noch eine Quarktasche, sie überlegen sich ob sie noch reden wollen.“ schlug er dem Jungen vor und entfernte sich zusammen mit der sich sichtlich verarscht vorkommenden Militärpolizistin aus dem Raum.

 

 

Fortsetzung folgt…

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// End Transmission

2 Kommentare

  • Himmselbuster
    Himmselbuster

    Früher habe ich mir so etwas von Mera Luna im Auto auf dem Weg zur Arbeit vorlesen lassen….. 🙂

    Vielen Dank, tolle und spannende Erzählweise!

    • Cpt. Adama
      Cpt. Adama

      Wäre doch auch mal wieder ne tolle Sache, dass mal einzusprechen. Mal schauen ob ich dazu die nächsten Wochen mal komme.

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