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Fan Fiction: New York sehen und sterben Teil 6

Euer SCNR Team freut sich der deutschsprachigen Community wieder eine Fan Fiction Story präsentieren zu  können.

 

Der Titel lautet: „New York sehen und sterben“  und die Geschichte stammt von EL Capitan.

 

Hier noch ein paar Infos zum Autor der Story:

Vorname: John

Wohnhaft: Odenwald

Geboren: 1987

Beruf: Bordmechaniker bei einer Aktiengesellschaft
Hobbys & Interessen: Altertum, Militärgeschichte, Allgemeingeschichte, Raumfahrt und Sci-Fic
Eigene Werke: Zur Zeit an einem eigenen Sci-Fic Roman schreiben (selbst erfundenes Universum).

 

Euer SCNR Team wünscht euch gute Unterhaltung!

 

New York sehen und sterben Teil 1 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 2 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 3 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 4 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 5 findet ihr HIER

 

Legende:

Computerstimmen

Wörtliche Rede

Aggressive Wörtliche Rede

Gedankengänge

 

 

Navy HQ – Vor dem taktischen Besprechungsraum >

14:12 Uhr

Vor dem Eingang zum taktischen Besprechungsraum trafen Bail und Jennifer, auf eine grimmige und äußerst verärgerte Melina Cayannis vor. Kurz bevor die zwei in den Besprechungsraum gehen konnten, erhob die afrikanisch stämmige Offizierin, in einem hochnäsigem Tonfall das Wort „Captain Mignola.“ Verhaltensgemäß reagierte die junge Frau und salutierte „Mam.“ „Sie sind hiermit vom Dienst suspendiert.“ die Polizistin schluckte schwer und entgegnete knapp und tief getroffen „Ja, Mam.“ Cayannis bemerkte dies und setzte noch einen drauf „Sie können von Glück sagen, wenn ich sie nicht vor ein Kriegsgericht bringe.Das tut mir echt Leid Mädchen. Ich wollte nicht, dass das passiert, entschuldigte er sich gedanklich und schüttelte mit dem Kopf.

Sogleich drehte sich Mignola um und lief gekränkt den Flur hinunter zu den Polizei Büros. Und nur weil sie sich dem Befehl widersetzt hatte. Naja, wäre der Xi’An nicht gestorben, hätte es niemand gemerkt das wir mit im geplaudert haben. Nun standen der enttäuscht wirkende Neuseeländer und der Vice Admiral vor dem Besprechungsraum. „Baka’a war ein Dealer, Melina. Mignola hat mit seinem Tod nichts zu tun.“ gab der alte Mann ihr zu verstehen.
Aber Cayannis war mehr als außer sich von diesem Vorfall im Militärkrankenhaus und bellte Skirata an „Er ist tot Bail! Und was ich von dir halte, erfährst du noch früh genug. Man hat den Unterstand im Dschungel gefunden, dem Erdboden gleich und es gab keine Leichen.Jetzt halt mal die Luft an, Ich bitte dich, bei so einem Hurricane, können die doch sonst wo hingeflogen sein. Was wird jetzt mit Robinson?“ konterte er und fragte sie gleich nach der momentanen Lage.

Daraufhin verschränkte die Admiralin die Arme, blickte den Ex-Marine schief an und meinte auf dessen Frage zu Robinson „Er hat gerade eine Unterhaltung mit seinem Anwalt, der wir beide jetzt gleich bewohnen werden. In ca. 30 Minuten steigt Corporal Robinson in einen Transporter und wird nach Luna geflogen. Dort wird er in das Militärgefängnis Carchar gesteckt und wartet auf seine Verurteilung.“ Im nächsten Augenblick öffnete Melina die Tür zum Besprechungsraum und beide begaben sich hinein.

 

Navy HQ – Taktik Besprechungsraum >

Im Zimmer selbst saßen der immer noch gefesselte Marine Robinson, gegenüber sein Pflichtverteidiger in Militäruniform und zwei breit gebaute Militärpolizisten, die direkt hinter dem Jungen standen. Statt zu setzten, lehnte sich Skirata gegen die Wand, so das er den ganzen Raum im Überblick hatte. Cayannis hingegen gesellte sich zu Robinson und dessen Anwalt.
Dieser fuhr auch gleich schon mit der Befragung fort „Wissen sie, wie und womit die Drogen geschmuggelt worden sind?“ Wie es der alte Schmuggler von Robinson gewohnt war, beantwortete dieser die Frage sehr ausführlich „Kiska erzählte mir, dass es über militärische Versorgungswege zur Erde gebracht wurde. Zhang hat es in Aktenkartons versteckt, wenn es nötig gewesene wäre, hätte er es auch in einer Leiche transportiert. Master Chief Kalmar hat es vor ner‘ Woche rausgefunden. Er wollte damit zum Vice Admiral. Baka’a und Antropos haben dann beschlossen ihn umzulegen. Überzeugen sie sich, Medikamententransport 846-946 – Verladedock D, transportbereit.

Um dies zu überprüfen, befahl Cayannis einen der zwei Militärpolizisten zu den Andockbuchten zu fahren. Während dessen fuhr der gefesselte Marine weiter fort „Zhang und sein Partner müssen Millionen damit gescheffelt haben.Man…die Sache war gut durchdacht, aber eines will ich trotzdem noch wissen…
Wo sind die Drogen eigentlich hergekommen?“ wollte Bail sichtlich neugierig wissen, Robinson hingegen gab nur eine grobe Vermutung ab „Woher soll ich das wissen, wir sind hier auf der Erde. Mit einem Steinwurf treffen sie 9 Kartelle, vielleicht sogar einige mehr. Die Systeme in der Nähe sind ja auch nicht weit weg, Davien, Croshaw, die Vanduul Systeme und sogar die Banu, suchen sie sich jemanden aus.“ „Warum halfen sie Baka’a dann da raus? Er wollte sie doch auch umbringen.“ fragte Skirata gleich hinterher. Der junge Marine hob seinen Kopf ein Stück an und grinste leicht „Ich hab ihn vor die Wahl gestellt, entweder er zieht mit, oder ich rede über seine Drogengeschäfte.Clever, aber schuldig gemacht hast du dich somit trotzdem, schlussfolgerte der Alte und sah wie Melina ihr Com aktivierte.

Im selben Moment nickte sie, ahhh Neuigkeiten von den Andockbuchten?! Der Schmuggler lag genau richtig, denn daraufhin bemerkte Melina zu Robinson „Es ist alles da, wie sie gesagt haben. Und was ist aus den Leichen geworden?“ Wobei der letzte Satz etwas rauer und aufdringlicher klang als vorher. Nichts desto Trotz, erklärte er es ihr „Durch den Sturm konnte ich mich kaum am Boden halten. Aber sie sind da draußen im Dschungel vor Caracas.“ Nun schaltete sich auch wieder der Anwalt von Robinson ein „Sie werden diese Aussage vor Gericht bezeugen?
Der Gefesselte nickte. Vice Admiral Cayannis erhob sich, machte ein schiefes Gesicht und meinte etwas spöttisch, bevor der Marine überhaupt auf die Frage seines Anwalts antworten konnte „Aber hoffen sie nicht auf irgendeinen Deal.“ „Ich will gar keinen Deal.“ antwortete der Junge selbstbewusst. Die Stimmung legte sich ein wenig, diese nutzte der Anwalt und wandte sich an Melina „Ich nehm ihn dann mit, wenn sie erlauben.

Mit einer leichten Handbewegung deutete sie ihm an, dass er den Gefangenen jetzt mitnehmen konnte. Ich hoffe mal, dass der Junge einen fairen Prozess auf Luna kriegt. Immerhin war er nicht in diese Drogensache verstrickt, hoffte Bail gedanklich und im nächsten Augenblick verließ Cayannis mit angespanntem Gesicht den Raum. Die ist ja mit gar nichts zufrieden, bemerkte Skirata innerlich, als sie durch die Tür verschwand. Sogleich erhob sich Robinson aus seinem Stuhl, ein Militärpolizist nahm ihm am Arm und wollte den Jungen gerade hinaus begleiten, als der Gefangene vor Skirata stehen blieb und bemitleidend meinte „Ich hätte da mit den anderen sterben sollen. Haben sie was sie wollten?“ „Nicht mal ansatzweise.“ entgegnete der Neuseeländer müde und unzufrieden mit dem Abschluss der Ermittlung.

Schließlich führte der Militärpolizist Robinson hinaus. Etwas später folgte wortlos der Anwalt. Es vergingen mehrere Minuten und der Ex-Marine stand noch immer an der Wand, die rechte Hand tief im borstigen Bart verscharrt. Gedankengänge schossen durch sein Hirn, er grübelte stark, da ihm eine Aussage von Robinson reichlich Kopfzerbrechen bereitete. Master Chief Kalmar wollte damit zum Vice Admiral…Aber warum hat Kalmar so lange gewartet? Und plötzlich machte es im Kopf des Alten ‚Klick‘. Rasch eilte er aus dem Zimmer und zu jener Person, der er immer vertraut hatte, ja sogar sein Leben für sie eingesetzt hatte.

Gott, lass mich bitte falsch liegen.

 

Navy HQ – Melina Cayannis‘ Büro >

14:50 Uhr

Inzwischen war Skirata im Büro seiner alten Freundin eingetroffen. Melina hatte ihn herzlichst begrüßt, sich auch bei ihm entschuldigt wegen des vorigen Ausrastens und bittete Bail schließlich zu bleiben. Dem 58-Jährigen ging es dabei nicht sonderlich gut, ein unangenehmes Gefühl bekleidete ihn. Dies ließ er aber nicht nach außen her sichtbar werden. Skirata saß auf einem der gut gepolsterten Stühle aus Elysium-Edelholz. Direkt gegenüber, auf der anderen Seite des Schreibtischs, der ebenfalls aus hellbraunen Edelholz bestand, saß Melina mit den Stiefeln hoch auf den Tisch gelegt. „Willst du ein Glas Bourbon?“ fragte sie den Neuseeländer. Dieser antwortete sofort, wenn auch etwas zu fröhlich „Ja, klar. Immer her damit.“ Während die Frau sich umdrehte, um eine Flasche Bourbon aus der Minibar herauszukramen, schaute sich Bail im Büro genauestens um. Im Gegensatz zu seinem letzten Besuchen, war das Zimmer eher schwach beleuchtet. Selbst der Eingangsflur war Pechschwarz, man konnte nicht einmal sehen, ob jemand in der Türschwelle stand, auch der Sonnenschutz am Fenster war heruntergelassen worden.

Du machst dir zu viele Sorgen, dachte er sich und blickte zurück auf dem Schreibtisch. Auf dessen Oberfläche befanden sich eine Vielzahl von Utensilien darunter Bilder, Akten ein Model der IDIRIS Fregatte Bremen, einer der besten von damals, ja es stand sogar eine Bronzebüste von Fleet Admiral William F. Halsey auf dem Tisch. Man, der lebte vor fast 1000 Jahren. Und nicht zu vergessen, ein typischer Holo-Bildschirm, an dem der Computer angeschlossen war. „Hier bitte, zum Wohl.“ klang es von Melinas wohlgeformten Lippen und holte Skirata zurück auf den Boden der Tatsachen. Der alte Mann griff nach dem Glas, dass Cayannis ihm entgegenhielt. „Ja…zum Wohl…ähm.“ platschte es aus ihm heraus, er nahm zuerst einen kleinen Schluck und meinte „Also eine Sache möchte ich dich doch noch fragen.“ Aber bevor der Schmuggler seine Frage stellen konnte, piepste sein Com. Gemächlich steckte er es sich ins Ohr und sprach „Ja, hier Skirata.“ Sogleich antwortete eine hektische Männerstimme „Mister Skirata, hier Dr. Santoro. Ich wollte ihnen nur Bescheid geben, dass der Patient Kamat Baka’a ein äußerst toxischen Gift in den Adern hatte. Dies führte wie sie ja selbst sahen, zum schrumpfen der Organe.Gift…hhmmm, sofort legte er auf und fuhr mit der Frage an seine alte Kampfgefährtin fort „Robinson sagt, Kalmar wollte es Ende der Woche dem Vice Admiral erzählen. Wieso wollte er bis Ende der Woche damit warten, es dir zu sagen? Das hört sich doch gar nicht nach dem Kalmar an, den wir kennen.

Die attraktive aber schon ältere Offizierin, die ihre Beine immer noch auf dem Tisch liegen hatte, entgegnete darauf ahnungslos „Du meinst der Junge hat gelogen?“ Bail blickte fixiert auf Melinas schwarze Stiefel, als er ernst meinte „Nein, dass nicht. Ich denke du lügst.“ Bei diesem Worten verschluckte sich Cayannis, nahm blitzartig ihre Beine vom Tisch und schlug ein empört lachendes „Waasss???“ heraus. Daraufhin lachte der Ex-Marine ebenfalls auf, das war aber gespielt „Ganz recht, ich glaube du lügst. Haha, ja ehrlich. Ich denke, dass Kalmar zu dir gekommen ist…“ Cayannis blickte ihm gebannt in die Augen, dennoch nicht feindlich oder hinterlistig und fragte amüsiert „Und?“ „Und da sollten Baka’a und Antropos ihn umbringen.“ folgte es aus Bail. Wahrscheinlich ging Melina der Alkohol zu schnell in den Kopf, aber die amüsante Art, während es Fakten regnete, war mehr als mysteriös. Das ist eine ihrer Maschen, wies er sich innerlich zurecht.

Aber im selben Augenblick machte Cayannis einen entscheidenden Fehler, für Skirata war es die schmerzliche Wahrheit „Hahaha und dann, hab ich Baka’a vergiftet oder wie?Bingo!!! Wer hat den was von Gift gesagt?“ fragte der Neuseeländer scharf nach, da es Melina eigentlich nicht wissen konnte, wie genau Baka’a starb. Dagegen stieß diese nur ein kicherndes „Was?!“ aus. „Ich hab’s grade erfahren, die im Krankenhaus wissen es seit 3 Minuten und haben es mir eben gesagt.“ Ausreden folgten „Meine Güte Bail, der Typ hat das ganze Krankenhaus voll Blut gekotzt. So ne Schussverletzung oder ne Geburt kam ja kaum in Frage und da hab ich…naja, da hab ich einfach drauf los geraten.“ Du weißt gar nicht wie sehr enttäuscht ich von dir bin. Du bist eine Schande für die Uniform, verabscheute der 58-Jährige sein Gegenüber, er war mehr als nur enttäuscht. Der Schmerz stach tief. „War…war das ehrlich eben das Krankenhaus?“ wollte Cayannis, immer noch amüsierend wissen, als sie sich die Tränen vor lauter Lachen abwischte. Skirata hingegen trickste sie aus „Nein, dass ist mein Auftragsdienst gewesen, hahaha.“ um sie so, noch mehr dazu zu bewegen, unabsichtlich auszupacken. „Selbst wenn es so wäre, ist das ein Beweis oder so?

Daraufhin musste der Ex-Marine nun echt laut auflachen „Du vergisst, dass ich das gar nicht brauche. Ich brauch, ich muss nix beweisen, weil es nicht mein Job ist.“ Cayannis wisch lachend aus „Meine Güte…Bail.Ich geh einfach und lass dich verhaften. Sekundenbruchteile nach diesem Entschluss stand der Schmuggler auch schon auf, legte das noch halbvolle Glas Bourbon auf den Schreibtisch. Bail!!! Die wird dich umlegen, wenn du jetzt gehst. Im selben Moment entgegnete er leise lachend und grinsend „Ich muss dich nur den richtigen Leuten melden.“ und lief auf den Ausgang zu. Skirata war schon fast im dunklen Eingangsflur, als eine harte und vor allem, tot ernste Frauenstimme ihn zurückhielt „Ein Drittel! Was meinst du Bail?Du Miststück, fluchte er und drehte sich mit verschränkten Armen zu Melina um „Ein gutes Bestechungsgeld hat dir doch immer gefallen.“ Bei diesem Angebot fing der alte Mann an zu schmunzeln „Ahhh, jetzt versteh ich, ich verstehe. Du hast mich hier her geholt und wenn ich dann zufällig auf irgendetwas stoßen sollte, versuchst du’s mit Bestechung?“ „War mal so ne‘ Idee.“ bemerkte Cayannis gelassen.

Der Neuseeländer hielt inne, lief ein Stück zurück zu Cayannis‘ Schreibtisch, blieb kurz davor stehen und machte einen überlegenden Eindruck. Dies verstand Melina wohl als JA und erklärte ihm „Ich hab es dir doch schon mal gesagt, es geht hier um Lebensqualität, Bail. Scheiße nochmal, du hattest so lange immer nur Pech. Aus der Navy geflogen, fast von den Banu schuldig gesprochen. Du endest nochmal als Alkoholiker. Du brauchst nur oft genug zu verlieren, dann bist du am Ende ein echter Loser. Warum tust du dir nicht mal was Gutes. 40 Prozent…sobald die Geschäfte mit RED wieder gehn. Auch wäre ich schon geneigt mit dir wieder etwas mehr zusammen zu sein, du weißt ich mag dich. Ich habe unsere gemeinsame Zeit damals nicht vergessen.“ Der Ex-Marine runzelte unwissend mit der Stirn und fragte locker „Die Geschäfte mit RED wieder gehn?“ „Das ist hier nur ne Unterbrechung. Red ist nur mein Kontaktperson bei den Black Stars. Ich sag dir, die Typen sind voll in Ordnung, dass wird nie ans Tageslicht kommen. Ich zieh die Sache noch 4 Monate durch, bis die Navy aus dem Krankenhaus umgezogen ist. Ok was meinst du?

Jetzt sitz ich in der Scheiße, kam es ihm durch den Kopf geschossen. Währenddessen starrte die Afrikanerin den Schmuggler mit weit geöffneten Augen an. Wie ein Löwin, die gefasst ihre Beute beobachtete und nur einen günstigen Moment suchte, um zu zuschlagen. Die lässt dich hier nicht lebend raus, Bail. Skirata kratzte sich am Hinterkopf, Melina fixierte ihn förmlich. Nein, sie wird das nicht tun. Sie ist zwar korrupt und macht krumme Geschäfte…Aber sie würde mich niemals töten. Bei diesen Gedanken hatte er trotz allem kein gutes Gefühl. Schließlich öffnete der alte Mann seinen Mund und gab ihr unsicher zu verstehen „Hhhmm, ich muss drüber nachdenken.“ drehte sich um und ging ein kleines Stück in Richtung des dunklen Flures. Als er das ziehen einer Pistole hinter sich vernahm, stockte ihm der Atem.

Verdammt!!!

Im darauf folgenden Moment erhellten vier aufeinander folgende Schüsse, den Flur. Hinter Skirata hörte man es nur scheppern, poltern und das Geräusch eines Körpers, der zu Boden fiel. Bail fühlte sich nun sehr zappelig und aufgedreht, eine Folge des Adrenalins das durch seinen Körper strömte. Mit einem geschockten Blick über seine Schulter, sah er den Grund für die Schüsse. Melina Cayannis lag in verkrampfter Stellung mit vier Einschusswunden in Bauch- und Brustbereich tot hinter ihrem Schreibtisch auf dem Boden. Die Augen weit aufgerissen und in ihrer rechten Hand eine Pistole, es hätte nicht so weit kommen müssen, Melina.

Sofort kam auch schon Bails Retter aus dem Schatten des Flures zum Vorschein und eine traurige, den Tränen nahe Jennifer Mignola,  präsentierte sich vor dem ebenfalls angeschlagenen Ex-Marine.

 

Vor der Eingangshalle des UEE Navy HQ’s

15:21 Uhr

Nachdenkend an das Geschehene, mit zwei Bechern Kaffee in der Hand, stand Skirata etwas abseits des HQ Eingangs und blickte mit leeren Blick auf eines der vielen Fahrzeuge, die am Bürgersteig geparkt waren. Es herrschte der reinste Aufruhr, dutzende von Staatsbeamten, Marines, Militärpolizisten und Stadt-Polizisten wuselten wie Ameisen vor und im HQ umher. Na da hast du ja was aufgedeckt, kopfschüttelt wandte Bail sich von den Fahrzeugen ab und lief in Richtung Captain Mignola, die gerade von einem Militärpolizisten befragt wurde.
Der alte Neuseeländer nährte sich von Hinten heran und blieb etwas entfernt stehen, so konnte er wenigstens das Gespräch verfolgen, ohne groß aufzufallen „Und dann…dann sah ich die Waffe und dann zog sie und daher, konnte ich nicht anders. Ich musste feuern.“ erklärte die Offizierin leicht stotternd und immer noch angeschlagen. Der Beamte tippte diese Aussage daraufhin in sein Datenpad und fragte ruhig „Wie viele Schüsse haben sie abgefeuert, Captain?“ „Drei, Vier womöglich.“ entgegnete Jennifer knapp. „Ok, alles in Ordnung Mam. Vielen Dank.“ beendete er schließlich die Befragung und ging zurück zu seinen Kollegen.

Skirata fiel sofort auf, dass die ganze Sache der jungen Ex-Polizistin zu Kopf stieg. Diese setzte sich im selben Moment in ihr Privatfahrzeug. Bevor sie aber davon fahren konnte, schlich sich der Alte an sie ran und hielt einen der Kaffeebecher in das linke offene Seitenfenster. Durch Skiratas Unterarm Tätowierung wusste Mignola gleich wem sie für diesen Kaffee danken konnte „Accchh, danke Skirata.“ Bail grinste, ich wusste das sie den braucht und zeigte sich der Offizierin „Und jetzt?“ fragte Bail, während er einen Schluck Kaffee nahm und sich gegen die Tür des Autos lehnte. „Ich glaub ich geh nach Hause und betrink mich und versuch das irgendwie zu vergessen.Das würde ich auch gerne machen, wenn ich nicht noch etwas zu erledigen müsste. Mit einem weiteren flüchtigen Blick in das Innere des Wagens sah er, dass Mignola immer noch fertig von alldem war. Daher entschloss er „Tja, wenn das so ist, dann…“ griff in seine Hosentasche und hielt der Frau einen Zettel unter die Nase „…hier bitte.“

Die Offizierin blickte erst verwirrt auf den Papierschnipsel, aber sogleich setzte sie wieder ein Lächeln auf ihre Lippen „Ihre Home-Sevice Adresse?!“ Der Ex-Marine trank seinen Kaffeebecher leer, beugte sich etwas zu Jennifer hinunter und meinte ein wenig verlegen „Ich dachte wir beide könnten mal auf Bacchus Essen gehen. Mein Freund besitzt dort ein gutes Restaurant, von daher wäre die Idee nicht schlecht. Oder es kann ja sein, dass sie mich als Zeugen brauchen, wegen der Schießerei…Sie werden total entlastet, keine Sorge.

Bei dem Wort ‚Schießerei‘, zuckte die junge Frau leicht zusammen und drehte ihren Kopf auf die andere Seite „Admiral Cayannis war ihre Freundin.“ meinte sie mit tiefer Ehrfurcht ergebener Stimme. Skirata verzog sein Gesicht und kommentierte trocken „Ja, aber auch sonst noch so einiges. Meine wahren Freunde verraten die UEE nicht.“ dann erhob er sich, schlug leicht auf das Dach des Wagens und blickte hinüber in die hektische Menge.
Zu seinem Erstaunen hatte es sogar schon die Presse mitbekommen. Allerdings wurden die lästigen Reporter von gut 20 New Yorker Polizisten und einem gelb-schwarzem Absperrband zurückgehalten. „Ich rufe sie an, sobald ich auf Bacchus bin.“ erfreut über Jennifers Entscheidung, bückte sich der Neuseeländer lächelt runter und tätschelte den linken Arm der schönen Frau „Alles klar. Sie gehören zu den Guten Mignola, vergessen sie das was da vorhin passiert ist. Wir müssen die Story nur richtig erzählen. Also machen sie’s gut. Poroporoaki!“ Noch ein kleines Augenzwinkern und schon wendete sich der ermüdete, aber dennoch zufriedene alte Mann von dem Fahrzeug ab und lief in Richtung Andockbuchten.

Wiedersehen, Skirata.“ vernahm er noch, als urplötzlich eine Reporterin und ihr Kameramann Bail entgegen geeilt kamen. Ohhh nein!!! Und ich dachte, ich müsste nie wieder ein Interview geben. HEY!!! HEY!!! Sie sind doch Mister Skirata?!“ rief ihm die Reporterin zu. Hä…woher kennt die meinen Namen? Scheiße, ich muss die Typen loswerden. Wenn Huttaro oder Gino mich in den Nachrichten sehen…. Der 58-Jährige wollte nicht einmal daran denken, was dann gesehen würde. Aber sofort winkte der Schmuggler die lästigen Medien ab „Verschwinden sie, ich gebe keine Interviews.“ Die ehrgeizige Reporterin ließ dennoch nicht locker „Stimmt es, dass Vice Admiral Cayannis durch Sie überführt worden ist? Ist es wahr, dass die Navy in Drogengeschäfte verwickelt ist? Mister Skirata sagen sie doch etwas!!!“ Langsam aber sicher wurde es Bail zuviel „Jetzt verschwinden sie, bevor ich mich vergesse.

Jetzt kam der Höhepunkt der aufdringlichen Befragung „Ist es auch wahr, dass sie in ihrer Dienstzeit eine Affäre mit Cayannis hatten?Jetzt reicht’s, aber noch bevor der Neuseeländer die Kamera wegschlagen konnte, tauchten drei Polizisten auf und führten die Journalisten unsanft hinter die Absperrung.

Ppphhuuu…Glück gehabt.

— ENDE

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