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Fan Fiction – New York sehen und sterben Teil 4

Euer SCNR Team freut sich der deutschsprachigen Community wieder eine Fan Fiction Story präsentieren zu  können.

Der Titel lautet: „New York sehen und sterben“  und die Geschichte stammt von EL Capitan.

 

Hier noch ein paar Infos zum Autor der Story:

Vorname: John

Wohnhaft: Odenwald

Geboren: 1987

Beruf: Bordmechaniker bei einer Aktiengesellschaft
Hobbys & Interessen: Altertum, Militärgeschichte, Allgemeingeschichte, Raumfahrt und Sci-Fic
Eigene Werke: Zur Zeit an einem eigenen Sci-Fic Roman schreiben (selbst erfundenes Universum).

 

Euer SCNR Team wünscht euch gute Unterhaltung!

 

New York sehen und sterben Teil 1 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 2 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 3 findet ihr HIER

 

Legende:

Computerstimmen

Wörtliche Rede

Aggressive Wörtliche Rede

Gedankengänge

 

Sky Highway – Hamilton Avenue, New York, Fahrzeug der Militärpolizei

10:20 Uhr

Die Militärpolizistin und der Alte flogen schon seit 5 Minuten den Hamilton Avenue Highway entlang, der sie zurück zum Navy HQ bringen sollte. Ganz spontan schlug Bail seiner Mitstreiterin während der Fahrt vor, so als ob er sonst keine anderen Sorgen hätte „Wollen wir ein Bier trinken?“ Der alte Mann hätte nun eine zickige Bemerkung von ihr erwartet, aber alles was von ihren Lippen kam, war nur „Ich trinke kein Bier. Was ist mit dem Fall?

Da muss ich wohl ein wenig nachhelfen…hhhhmmmSie trinken kein Bier, wo gibt’s den so was?“ Statt Bail anzusehen, starrte die Frau lieber auf den Verkehr und bemerkte arrogantBei mir! Was ist jetzt mit dem Fall?“ Der Ex-Marine legte seine Hände an den Hinterkopf und ließ sich gemütlich in den Sitz sinken „Na, der ist doch erledigt und es sind noch 3 Stunden und 40 Minuten übrig. Ich dachte, wir trinken ein Bier und ich flirte ein bisschen mit ihnen. Hhhmm, also was meinen sie?“ Wie so oft, ging die streng nach Vorschrift laufende Offizieren nicht auf Skirata’s Spielchen ein, obwohl es diesmal sein Ernst gewesen wäre. „Sie glauben also Baka’a?“ fragte sie ihn verwundert „Hundertprozentig! Weil Robinson uns nichts sagen wollte und wieso? Weil er es getan hat.“ klatschte der Neuseeländer ihr leicht auf die Schulter. „Nein. Robinson hat Baka’a immerhin gerettet. Ich denke nicht, dass er zu einem Mord fähig ist.Ohhh Mädchen, was soll denn das nun wieder, du hast einfach keine Erfahrung, brabbelte sich Bail gedanklich in den Kopf und fragte Mignola nun gezielt nach ihrer Dienstzeit bei der Militärpolizei „Seit wann machen sie das hier?

Was hat das denn damit zu tun?“ kam es gereizt aus den Mundwinkeln der Frau. Einfach alles Mädel…einfach alles, antwortete er ihr innerlich bevor er sie aufklärte und ein wenig zurechtrückte „Das bedeutet also erst seit kurzem. Mignola, Mord ist einfach, keine Verschwörung, keine großen Mysterien, keine Marionettenspieler die hinter den Kulissen die Fäden ziehen. Jeder ist zu einem Mord fähig.“ In seinem Augenwinkel konnte er erkennen, dass sich Jennifer mehr als nur ärgerte, wundervolles Temperament. „Robinson ist unser Mann.“ lautete sein Schlusswort für dieses Gespräch und sogleich ließ er sich weiter in den weichen blauen Stoffsitz sinken, schloss die Augen und genoss erst einmal die Ruhe.

 

Navy HQ – Melina Cayannis‘ Büro >

10:50 Uhr

Schon eine ganze Weile erzählten Jennifer und Bail, Vice Admiral Cayannis die Story von Lieutenant Baka’a. Als Argument entgegnete Cayannis das, was Bail innerlich auch wusste. „Bail, wir haben keinen handfesten Beweis. Wir brauchen ein Geständnis.“ Bei dieser Aussage musste der Ex-Marine sarkastisch auflachen „Von Robinson? Vergiss es, keiner presst ein Geständnis aus ihm raus das ihm die Todesstrafe einbringt.“ Melina blieb trotz dieser amüsanten Haltung ihres alten Freundes sehr ernst und deutete nur an „Nichts desto weniger.“ Skirata runzelte die Stirn, irgendetwas verschwieg Melina, da sie sonst nie so nachdenklich ausschaute. Der 58-Jährige achtete genau auf die Mimiken der kurzhaarigen Afrikanerin, um vielleicht irgendetwas zu erkennen, was ist mit dir bloß los Melina?

Was soll den das nun wieder? Baka’a sagt auf jeden Fall aus, mehr brauchen wir nicht.“ stellte Bail leicht entrüstete klar. Die Admiralin blickte ihn und Mignola weiterhin äußerst ernst zu und bemerkte unmissverständlich „Es reicht mir aber nicht.“ Der Neuseeländer, der auf einem Stuhl saß und seine Füße auf einen kleinen Schrank abgelegt hatte, schüttelte ungläubig den Kopf und zischte nur ein verärgertes und enttäuschtes „Tja.“ heraus. Schließlich erhob er sich und sogleich verließen er und die hübsche Militärpolizistin das Büro von Cayannis in Richtung Taktik Besprechungsraum, wo sie nun wieder auf Robinson treffen sollten.

Irgendetwas verschweigt Melina…irgendetwas, da sie sich sehr unsicher ist. Und zudem beharrt sie darauf, dass Robinson unbedingt eine Aussage machen muss, obwohl sie die von Baka’a schon in der Hand hat. Komisch, früher gab sich Melina immer mit einer Lösung zufrieden…aber jetzt……

 

Navy HQ – Taktik Besprechungsraum >

10:54 Uhr

Keine 5 Minuten später, trafen der Ex-Marine und seine launenhafte Begleiterin vor dem Besprechungsraum an. Dort hatten sie Robinson, gemeinsam mit einem Soldaten als Wache, die ganze Zeit alleine gelassen. Bail stampfte launisch und geladen in den Raum, dabei schlug er die Tür praktisch mit einem Gewaltakt auf. Kein Wunder das er so übel drauf war. Vor nicht einmal 2 Minuten hatte Skirata eine Nachricht von seinem Mafioso Freund Gino erhalten. Dieser wollte wissen, ob Bail schon auf Hurston gelandet sei. Dies war natürlich nicht der Fall und so ließ der Neuseeländer seine Laune an Robinson aus. „Hallo Robinson, wir hatten ne hübsche Unterhaltung mit ihrem Freund, mit Baka’a. Sie haben ja wohl ne Menge Leute umgebracht.“ schlug er dem Verdächtigen mit einem provozierenden Tonfall gegen den Kopf. Robinson verzog sein Gesicht und verfluchte lautstark seinen Kameraden Baka’a „Dieses blöde Arschloch.

Skirata setzte daraufhin sofort nach „Tja, so würde ich wohl auch reagieren.“ Der sich nun an die Wand Gestellte, gab ein kleines Rettungsmanöver von sich, dieses war mehr als lachhaft „Er lügt!!!“ Der Alte kicherte mal wieder amüsiert vor dieser Aussage auf. Skirata ging im selben Moment um Robinson herum, setzte sich hinter dem Marine auf einen Tisch und bemerkte abfällig, aber dennoch mit einer belustigten Stimme „Ah ha…warum haben sie nichts gesagt? Wir hätten alle Anklagepunkte fallen lassen können.“ Robinson drehte sich daraufhin blitzartig um und schnauzte „Ich meins ernst verdammt nochmal.“ Bail konnte an dem verzweifelten Gesichtsausdruck des Jungen schon ablesen, dass er sehr unter Druck stand und vielleicht dennoch etwas Weiteres verschwieg.

In diesem Augenblick machte sich auch Mignola wieder bemerkbar „Ernst? So ne Scheiße, im Moment würden wir jedem Junkie mehr glauben als ihnen. Also haben sie was zu sagen? Dann los…“ Robinson fasste sich, sein Gesicht wurde ernster und schließlich gab es eine ungeheure Kehrtwende der Geschichte. „Hat Baka’a auch ihnen das mit den Drogen erzählt? Von den Geschäften die Antropos machte?Drogen? Was für Drogen?“ fragte Jennifer gezielt und als ob jemand Robinson auf den Knopf gedrückt hätte, floss es nur so von Informationen „Kamen aus der Klinik, 80 Credits pro Päckchen. Man kann Master Chief Kalmar viel leichter ertragen wenn man den Schmerz nicht spürt.“

Nun wurde der 58-Jährige hellhörig und sprang förmlich hinter dem Jungen auf „Hey!!! Das ist gut Robinson. Sie sagen das Wort Droge und ich bin auf der Stelle ganz Ohr, ja.“ Der junge Verdächtige schüttelte heftig den Kopf, vermutlich dachte er, dass er jetzt als Junkie abgestempelt würde. Daraufhin entgegnete er seinem Gesprächspartner „So ist es nicht.“ „Ach nein? Warum haben sie nichts davon gesagt, bevor sie des Mordes beschuldigt wurden. Nein warten sie, sagen sie’s nicht. Ich sag’s ihnen.“ machte Skirata dem Jungen klar, umrundete ihn, schnappte sich einen dieser weißfarbenden Stühle und hockte sich direkt vor Robinson. Als kleine Aufmerksamkeit schlug der alte Marine mit seiner Faust leicht auf den Tisch „Drogenbesitz in den UEE Streitkräften bringt 30 Jahre Gefängnis. Und wenn Baka’a sie verarscht, verarschen sie ihn ebenso.

Skirata starrte sein Gegenüber ganz genau an, dass schwere Schlucken und der Schweiß der sich auf der Stirn des Jungen sammelte, verriet Bail, dass er beinahe am Ziel war. Stattdessen bemerkte der Verdächtige aber nur „Ich habe Kalmar nicht erschossen.Junge halt mich nicht für blöd, mahnte der Neuseeländer Robinson gedanklich, da er die Antwort bereits von Baka’a kannte „Das weiß ich, dass war Kiska.“ Plötzlich fing der Befragte an zu schmunzeln und leise an zu lachen „Ha…sie meinen auch sie wüssten alles, was?! Sie haben noch nicht mal an der Oberfläche gekratzt.Ach du willst also spielen?! Das kannste haben mein Freund. Der 58-Jährige beugte sich weit zu Robinson vor, grinste dabei üblich breit „Ich weiß soviel, dass sie nur zwei Möglichkeiten haben. Sie können ein Geständnis unterschreiben und den Rest ihres Lebens in ner‘ Zelle verbringen. Oder sie können sagen, wir können sie am Arsch lecken. Dann werden sie gehängt.

Der Blick des Jungen wurde finster und beide sahen sich tief in die Augen. Jetzt ging Bail ein hohes Risiko ein, er wollte Robinson kränken und auch auf das härteste provozieren. Der alte Mann presste seine Hände auf den Tisch, beugte sich unheimlich nahe an Robinsons Gesicht, so das er seinen Atem förmlich spüren konnte und dann gab er ihm grinsend den Rest „naaaaaa… kratze ich jetzt, an ihrer Oberfläche?

Diese Provokation brachte das Fass nun endgültig zum überlaufen. Plötzlich und mit einem gewaltigen Hechtsprung, warf Robinson den alten Schmuggler hart zu Boden. Fuck!!! Fuck!!! Was ist den nun los…keine Handschellen??? In diesem Moment, ballte der junge kampfeslustige Angreifer seine rechte Hand zur Faust. Keine Frage wo das Ziel dieser Faust wohl sein mochte. Aber noch bevor er zum Schlag ausholen konnte, überwältigte Mignola Robinson mit einem gezielten Schlag ihrer Pistole auf dessen linker Schläfe. Es gab einen dumpfen Schlag und der Verdächtige fiel sofort bewusstlos zu Boden. Skirata rappelte sich allmählig auf. Das gibt’s doch nicht, da will man einer Freundin helfen und was passiert? Wann wird beinah verkloppt…Scheiße verdammt.

Total angespannt verließ der alte Mann im hohen Tempo den Besprechungsraum. Kaum war er an der Tür, stürmten schon vier weitere Militärpolizisten in den Raum.

 

Navy HQ – Flur >

11:22 Uhr

Vor dem provisorischen Verhörraum lief der wutentbrannte Skirata auf und ab. In was für ne Situation bin ich hier hineingekommen? Und vor allem warum???…Eins ist klar, ich spiele für niemanden mehr den Botenjungen. Als er förmlich an seinem Bart zog, kam Mignola mit, man könnte beinahe sagen, einem enthusiastischen Lächeln aus dem Besprechungsraum. „Accchhh verdammt!!! Warum hatte er keine Handschellen?schmetterte der alte Mann der Offizierin entgegen.

Diese verschränkte ihre Arme und sah Bail mit einem Blick an, der auszudrücken vermochte: ‚Ja, ja, da hat sich jemand gewaltig aus dem Fenster gelehnt.‘ Schließlich entschuldigte sie sich für den Vorfall „Einer meiner Leute hatte Robinson die Handschellen entfernt, da er eine Rauchen wollte. Es wird nicht wieder vorkommen. Naja, zum Glück war ich ja da.

Skirata rollte mit den Augen, jetzt verarscht sie mich aber?! Normalerweise ist das doch mein Part…Ach Bail, du wirst zu alt für diesen Scheiß, schlussfolgerte er und gab ein ironisch klingendes Kommentar von sich „Wenn sie das nächste Mal den Helden für mich spielen wollen, fragen sie mich bitte vorher.“ Dann hob er seine Arme, presste seine Lippen eng aufeinander, zeigte mit dem rechten Zeigefinger in Richtung Besprechungsraum und wollte gerade über den Insassen herziehen, als ihm urplötzlich nur eines in den Sinn kam, hau doch einfach ab Bail! und im selben Augenblick wendete er sich von Jennifer ab und lief in hohen Tempo zur Eingangshalle.

 

Navy HQ – Eingangshalle >

11:24 Uhr

Der Zufall wollte es offenbar so, dass Vice Admiral Cayannis gerade zu diesem Zeitpunkt am Empfangsschalter stand und sich mit zwei anderen Offizieren unterhielt. Der übel gelaunte Neuseeländer bemerkte sie wohl gar nicht, nur ihre sanft klingende Stimme vernahm er „Bail? Wo gehst du hin?“ Immer noch stur auf den Ausgang zumarschierend entgegnete er „Ich bin fertig. Ich bin raus aus der Sache.“ Der altgediente Marine hielt weiter auf den Ausgang des Gebäudes zu, als er hinter sich schnelle Schritte hörte. Keine Sekunde später drängte ihn die Person „Warte, warte!!! Was ist mit dem Geständnis?“ die sich als keine andere als Melina herausstellte. So jetzt reicht’s!!!, Skirata blieb wie angewurzelt stehen, dann drehte er sich um 180° und lief Melina mit einem verärgerten Gesicht entgegen.

Wieso gestehst du nicht verdammt?“ fragte er sie schuldsuchend. Er stand der Frau dicht gegenüber und zeigte mit dem Finger auf sie, als ob sie alleine an allem Schuld wäre „Ich bin doch nur hier um deine Karriere zu sichern, hab ich recht? Immerhin gab’s Tote, aber das interessiert dich einen Scheißdreck.“ Unglaublich, Skirata griff verbal die ranghöchste Admiralin innerhalb von New York an und stellt sie vor allen Anwesenden bloß. Nun, diese Wirkung hatte es, da jeder in der Eingangshalle seine Blicke auf die Beiden geworfen hatte. Jetzt konnte Melina nicht mehr ruhig bleiben, sie wollte klarstellen, was Bail so auf die Palme brachte „Wovon redest du? WAS SOLL DAS???“ fragte sie zornig und lautstark. Die prompte Zurechtweisung des Neuseeländers folgte sofort und genauso lautstark „Ich rede von Kalmar. Du…du bist der Kommandeur hier, du weißt wie brutal er war und hast NICHT eingegriffen. Das dem jemand den Arsch abfackeln würde, war doch klar. Und weißt du was? Er hat es verdient!!! Siehst du, siehst du, da hast du dein bescheuertes Geständnis.

Enttäuscht von Melinas Versagen und sowieso geladen durch die Rangelei mit Robinson, stürmte der 58-Jährige aus dem Gebäude. Der Vice Admiral blieb nur stumm zurück, die Hand auf die Stirn gelegt.

 

Fortsetzung folgt…

 

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