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Fan Fiction: New York sehen und sterben Teil 1

Euer SCNR Team freut sich der deutschsprachigen Community wieder eine Fan Fiction Story präsentieren zu  können.

 

Der Titel lautet: „New York sehen und sterben“  und die Geschichte stammt von EL Capitan.

 

Hier noch ein paar Infos zum Autor der Story:

Vorname: John

Wohnhaft: Odenwald

Geboren: 1987

Beruf: Bordmechaniker bei einer Aktiengesellschaft
Hobbys & Interessen: Altertum, Militärgeschichte, Allgemeingeschichte, Raumfahrt und Sci-Fic
Eigene Werke: Zur Zeit an einem eigenen Sci-Fic Roman schreiben (selbsterfundenes Universum).

Euer SCNR Team wünscht euch gute Unterhaltung!

 

Legende:

Computerstimmen

Wörtliche Rede

Aggressive Wörtliche Rede

Gedankengänge

 

Orbit über Hurston (Stanton-System)
Lettow Vorbeck (Freelancer-DUR), Oberes Schott

16:30 Uhr

Bail war wieder in seiner geliebten Lettow Vorbeck angelangt. Nach dem tollen aber nicht ungefährlichen Erlebnis mit Vanessa und seinem Beinahe Tod, brauchte er erst einmal eine warme Dusche. Nach gut 20 Minuten unter der wohlverdienten nassen Erholung, verspürte Skirata eine Erleichterung die er seit Jahren nicht mehr vernommen hatte. Gut gelaunt und wie neu geboren, zog er sich ein frisches aber abgewetztes blaues T-Shirt der UEE und eine dunkelblaue Hose an.
Wie immer war die Krönung seines Kleidungsstiles die alten, durchgelaufenen weiß-roten Eugen-Perry Turnschuhe. Gemütlich durchlief der Schmuggler den engen Flur zum Cockpit und verweilte einige Zeit am Waffenschrank. Behutsam verstaute er seine alte, in die Jahre gekommene und fast zwei Generationen alte Marine-Kampfrüstung in den Schrank. Erst danach machte er sich mit seinem Humpen banuischen Kaffees auf ins Cockpit.

 

Orbit über Hurston (Stanton-System)
Lettow Vorbeck (Freelancer-DUR), Cockpit

16:45 Uhr

Skirata ließ sich in seinen mit Hirschfell überzogenen Pilotensitz fallen und musste an die Erlebnisse mit Vanessa denken. „Ein hübsches und talentiertes Mädchen ist sie, erinnert mich an Mira. Ich hoffe sie macht keinen Unsinn, aber daz…“ plötzlich, wie aus dem Nichts wurde der Ex-Marine in seinem lauten Gedankengang gestört. „Vermehrte Sicherheitsvorkehrungen an Sicherheitsstation 2 und 4. Anflug und Landung mit Wartezeit auf 4-7 Stunden durch Stanton Sicherheitsbeamte angelegt.“ Ach so ein Mist, kaum hat man Ruhe, wird man schon wieder mit dem bürokratischen Alltag bombardiert, fluchte der Neuseeländer innerlich vor sich hin, als der Bordcomputer ihm diese Nachricht unaufgefordert übermittelte.

Einkommende Video-Nachricht. UEE-Militär-Verbindung! Höchste Priorität! — Navy HQ Sol, Erde —.“ klang es aus den Lautsprechern.
Hä? Was ist denn jetzt los? Niemand außer Huttaro hat diese Sendefrequenz der Lettow Vorbeck…aacchhhh…auf Monitor 2 damit!!!“ wies er den Computer lautstark an.
Bail erhob sich etwas von seinem Sitzt mit genervten Gesichtsausdruck und starrte in den Monitor der Bordkonsole. Und plötzlich baute sich in wenigen Sekundenbruchteilen eine Live-Videobotschaft auf. Das glaub ich jetzt nicht…, staunte er nicht schlecht, als er das Gesicht von Vice Admiral Melina Cayannis, Vizeoberbefehlshaberin der UEE-Navy in New York erblickte.

Bail! Hier ist Melina…ich äh… ich brauch dich hier.“ kam es bedrückt und unsicher aus dem Mund der gleichaltrigen Afrikanerin. Ohne weiter groß darüber nachzudenken, fragte der ehemalige Soldat entschlossen „Wo bist du denn?“ Immer noch mit bedrücktem Ton, antwortete Cayannis „Auf der Erde im Navy HQ in Manhattan, komm so schnell du kannst, es ist was passiert…ziemlich übel.“ Jetzt machte sich Skirata um seine ehemalige Vorgesetzte Sorgen. Er hatte sie noch nie so erlebt, obwohl er mal eine 7-monatige Beziehung mit ihr hatte. Solch ein Verhalten ist ihm noch nie bei ihr aufgefallen. Besorgt um den Zustand von Melina fragte er “ Aber dir geht’s gut?!“ plötzlich herrschte eine gespenstische Stille, Cayannis wendete sich vom Monitor ab „Nein. Ich brauch deine Hilfe und deine Fähigkeiten als Ermittlungsoffizier.

Ende der Live-Übertragung!!!“ hallte es aus den Lautsprechern und der Monitor wurde schwarz. Irgendetwas macht Melina zu schaffen, sonst hätte sie mich nicht sofort kontaktiert…Hhhmmmm, Bail überlegte wie er jetzt am besten fortfahren sollte. Immerhin hatte er einen Auftrag für den Mafioso Gino zu erledigen, aber andererseits konnte er eine ehemalige Kameradin auch nicht im Stich lassen. Aber er hatte seine Wahl getroffen „Koordinaten für Sprungkoordinaten mit Ziel Erde eingeben. Kürzeste Reisedauer einkalkulieren. Ich starte den Hauptantrieb.“ befahl er dem Bordcomputer und keinen Augenblick später, fing die Lettow Vorbeck an stark zu vibrieren. Kurs eingegeben, Sprung in 4…3…2…1

Heiße Düsen!…

 

UEE Andockbucht 5, Manhattan

07:04 Uhr

Der alte Neuseeländer verlies sein Schiff mit einem leichten unguten Gefühl. Die empfangene Nachricht von Vanessa, als er das Kilian-System erreichte, hatte ihn allerdings mehr als erfreut und ihm neuen Auftrieb gegeben, ich wusste das sie in Ordnung ist…sie erinnert mich aber auch irgendwie an meine eigene Tochter. Tja, scheint wohl der Vaterinstinkt zu sein. Der alte Schmuggler wurde aber schnell wieder in die Gegenwart zurückgeworfen. Als er hinaus in die riesigen Stadtschluchten von Manhattan blickte, kamen einige unangenehme Erinnerungen in ihm hoch.

Ach was hab ich mir nur dabei gedacht, hier her zurück zu kommen, fragte er sich bemitleidend selbst. Das gigantische Stadtbild erhob sich über einen klaren blauen Himmel, es war gerade Sommeranfang und eine frische Morgenbrise wehte vom Atlantik hinüber.
Den hektischen New Yorker Verkehr hatte man in die Lüfte verlegt, das allerdings schon seid einem halben Jahrtausend. Dennoch blieb die Farbe Gelb der Sky-Taxi’s ein permanentes und unverkennbares Markenzeichen der berühmtesten Stadt an der Ostküste Nordamerikas. Ob die Einwohner wohl noch Peter Stuyvesant kennen? lachend schüttelte er diesen banale Gedanken der Stadtgeschichte weg und sah New York weiter bei seinem Morgenverkehr zu. Um ihn herum standen weitere Schiffe und Jäger, meist Hornets und Gladiators der Navy. Sogar eine weiße P-72 Archimedes stand in Landebucht 14, ein wahrlich heißer Flitzer. Eine Handvoll Techniker und Deckoffizieren gingen ihrer täglichen Arbeit nach.

Der Lärm hallte durch den Kopf des 58-Jährigen, das war’s wohl mit der Ruhe, aber nichts desto trotz riss er sich zusammen, so gut es eben ging. Sein unwohler und etwas müder Gesichtsausdruck verflog aber schnell wieder, als er in der Ferne, UEE Vice Admiral Melina Cayannis und eine ihm noch unbekannte Frau mit kastanienbraunen langen Haaren erkennen konnte, die geradewegs auf Bail zuliefen. Ich hatte ja ganz vergessen wie schön Melina in der Realität sein kann, aber das andere Mädel ist auch nicht zu verachten. Tippe auf eine Europäerin, Skirata lies wieder seine Fantasie freien Lauf. Cayannis trug wie es die UEE-Navy Vorschrift verlangte, eine schwarze Hose und eine grau-anthrazitfarbige Dienstjacke. Diese legte sich perfekt auf all ihre Konturen ihres Körpers, die dem Ex-Marine sofort ins Auge fiel. Hingegen trug die andere Frau eine bräunliche Uniform, statt Hose, zeigte ein brauner knielanger Rock einen schönen Blick auf ihre nylonbestrumpften langen Beine, den Abschluss machten braune Pumps. Skirata konnte die Uniform sofort zuordnen, Militärpolizei wenn ich mich nicht irre…na jetzt bin ich mal gespannt.

Hey Melina, wie geht’s dir? Man ist das lange her.“ begrüßte er die hochrangige Offizierin und schüttelte ihr freundlich die Hand. Eine Umarmung lies er wegen der anderen Frau bewusst aus. Bail wusste, dass er sie ‚Duzte‘, aber er kannte sie gut genug, um zu wissen, dass sie es nicht so ernst nahm. Immerhin war Skirata nicht mehr bei den Marines und sie kannten sich schon eine Ewigkeit. „Ich bin ziemlich im Arsch und dir?“ beantwortete sie in alter Manier und er entgegnete sogleich locker zurück und setzte ein Lächeln auf seine Lippen. „Ich bin müde. Also was mach ich hier?“ „Das würde ich auch gern wisse, Sir.“ platzte die junge Frau herein und stellte sich mit einen gestellten Lächeln Skirata vor. „Sir, ich bin Jennifer Mignola, ich bin Captain der Militärpolizei.“ Ohhh man…was ist denn das für eine? Ok, versuch sie einfach ein wenig von ihrem hohen und vorlauten Ross runter zubringen. „Mignola!… Seh‘ ich aus wie ein Sir…hhhhmmm?“ setzte der alte Mann eins drauf. „Nicht unbedingt, Sir.“ konterte Mignola wieder unnatürlich lächelnd zurück. Hab ich ein Glück. Jetzt hab ich noch ne Zicke am Hals, seufzte er in Gedanken. Aber bevor die Situation noch unangenehmer werden konnte, entspannte Cayannis die Lage. „Captain, bitte! Mignola ist unser bester betriebsinterner Ermittlungsoffizier auf dem Stützpunkt.

Und da holst du dir einen Externen ins Haus. Wie fühlt man sich bei sowas Jennifer?“ stichelte Skirata weiter. Wenn ich es mir recht überlege, macht es einen riesen Spaß mit ihr so rum zuspringen, belustigte er sich innerlich. Und auch die Antwort kam so ehrlich wie der Ex-Soldat es vermutet hatte „Streitsüchtig und unkooperativ, Sir.“ Skirata ließ daraufhin, ein amüsierendes „Fantastisch!!!“ aus seinen Mundwinkeln gleiten. Cayannis wurde es langsam ein wenig zu viel, wie sich die beiden gegenseitig aufzogen. Deshalb erzählte sie Bail, was er auf der Erde genau zu suchen hatte. „Ok Bail, hör zu. Wegen einer Sturmwarnung hab ich alle Manöver im Trainingsgelände rund um Caracas abgesagt, bis auf eines. Ein Scout-Sniper Team der 255.. Bestehend aus 6 Leuten und ihrem tevarinischen Master Chief…Vermisst werden 3 und der Master Chief. “ Das darf doch nicht wahr sein, irgendwie hab ich es geahnt, dachte er sich und fragte gleich gezielt hinterher. „Doch nicht Kalmar? Sag bitte, dass es nicht Kalmar ist.
Sofort machte sich eine interessierte Mimik auf Mignolas Gesicht bemerkbar „Sie kennen Master Chief Petty Officer Kalmar, Sir?“ Ahh jetzt wirst du neugierig Jennifer, na was soll’s…erzähls‘ ihr doch. „Er war mal mein Master Chief.“ „Das war aber für sie eine große Ehre.“ „So könnte man es auch ausdrücken.“ antwortete der alte Mann nicht gerade erfreut, da er unter Kalmar selbst nicht viel zu lachen hatte.

Unbeirrt davon redete die Militärpolizistin weiter über den Tevarin „Master Chief Kalmar ist ein Profi, die Verkörperung der modernen UEE-Armee.
Sie wissen doch, dass ich nicht mehr in der Navy bin. Außerdem war Kalmar ein Tevarin, da können sie sich das UEE sparen. Ich weiß wie Treu sie ihrem Volk gegenüber sind und sie haben damit recht uns weiterhin zu hassen.“ erinnerte Skirata sie, bevor die Frau noch weiter von Kalmar erzählte. „Sie sollten Gestern um 1600 Uhr am Sammelpunkt sein.“ gab der Vice Admiral ihm zu verstehen. „Das Problem ist also, dass 3 Männer fehlen.“ stellte Bail fest, leider erwies sich diese Feststellung nicht als ganz korrekt und sofort war Mignola zur Stelle, um den alten Soldaten ‚wieder‘ zu korrigieren oder ihn gar zu piesacken. „NEIN. Das Problem ist, einer von ihnen ist tot. Der andere hat eine zertrümmerte Hüfte und der Dritte will nicht reden. Und der hat sich mit dem, der jetzt tot ist ein Feuergefecht geliefert, als der Vice Admiral dort eintraf.“ „Und es ist anzunehmen, dass er deshalb jetzt tot ist.“ schlussfolgerte er daraus. Ahhh…geht sie mir auf die Nerven, redete Skirata sich in den Kopf. „Sergeant Antropos, erschossen, vor meinen Augen.“ bemerkte Cayannis zu Bail, der Marine der jetzt tot sei.

Dem 58-Jährigen wurde allmählich klar, das dieses Ereignis größere Auswirkungen haben könnte, deshalb erinnerte er seine ehemalige Vorgesetzte „Melina…wenn die Kommandozentrale rauskriegt das du einen Zivilisten einsetzt, mit einer so schillernden Vergangenheit, man die hängen dich doch glatt an deinen ähm… du weißt schon auf.“ Cayannis grinste dabei breit und meinte mit erhobenen Augenbraun „Genau deshalb bleibt deine Mitarbeit geheim, alles was du hier aufdeckst wird Mignola zugeschrieben.“ Für was bin ich dann hier?, fragte er sich und zeigte mit dem Finger auf Captain Jennifer Mignola „Dann soll sie’s doch gleich selbst machen!“ Die Frau blinzelte kurz auf, als ob sie falsch gehört hätte. Angeblich war sie wohl überrascht das Skirata ihr freiwillig das Feld überlassen wollte. „Ähm… Mam?! Das ist gar keine so üble Idee.“ Die Afrikanerin schaute giftig zu Mignola und ließ sie unmissverständlich sehen, dass sie den Mund halten solle „Captain!!! Entschuldigen sie uns bitte einen Moment.

Melina legt ihren Arm um die Schulter von Skirata und beide entfernen sich ca. 10 Meter von der Militärpolizistin. Dann flüsterte sie ihm zu „Mignolas Leistungen in allen Ehren, aber das hier ist ne Nummer zu groß. Der Junge den wir verhören, verlangt ausdrücklich einen Marine, einen Mann den er nicht kennt, also dich.“ Bail konnte das nicht begreifen, dass sich Cayannis so gegen die Vorschriften hegte und ihn – einen Zivilsten – noch in die Sache mit einbezog. „Verdammte Scheiße Melina. Wenn er eine 890iger Jump Yacht verlangt hätte, hättest du sie ihm dann auch gegeben? …Ich kapier das nicht, hängen da Spitzel mit drin? …Xi’An? Tevarinische Freikorps? Oder gar Vanduul?“ Die Afrikanerin lehnte sich an das Geländer der Andockbucht und starrte in die riesigen Stadtbezirke von Manhattan. „Naja, nicht direkt.“ lies sie unsicher von sich. Sofort hakte der alte Mann nach „Was heißt das wieder?“ Die Navy Offizierin senkte den Kopf und tat sich schwer Bail die Wahrheit zu sagen. „Es gab hier mal so ein paar Typen…und die…. Also es gab hier mal einige Leute die haben sich ziemlich weit aus dem Fenster gehängt. Also Geheimoperationen durchgeführt und äh…

Jetzt wurde auch der Ex-Marine sehr neugierig und stocherte sie, weiter zu erzählen „Und was? Na los Melina, spucks schon aus.“ „Die wurden kriminell und abtrünnig sozusagen. Dann waren sie wie von einem Schwarzen Loch verschluckt. Verschwanden im Banu Drogenland und haben der Konkurrenz unglaublich zugesetzt und sich mit allen Mitteln Respekt verschafft. Kalmar hat ein paar von ihnen ausgebildet. Er hat sie gehasst, weil sie taten was sie taten und sie hassten Kalmar. Es könnte sein das es hier darum geht.“ Also das der alte Kalmar in so ner Scheiße drin steckte, hab ich ja nicht für möglich gehalten. Nicht desto trotz, wollte Skirata mehr wissen „Wer weiß davon?“ Melina schüttelte den Kopf und blickte in eine der Stadtschluchten, die sich unter den beiden erstreckten „Woher soll ich das wissen?! Sie sind untergetaucht, verschwunden, es kann auch erfunden sein, es muss nicht alles wahr sein. Aber auf dem Arm, von dem Jungen der jetzt im Krankenhaus liegt…war eine schwarze Sonne in die Haut eintätowiert und so hat sich diese kleine Truppe auch genannt – Black Star.

 

Fortsetzung folgt…


New York sehen und sterben Teil 2 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 3 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 4 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 5 findet ihr HIER

New York sehen und sterben Teil 6 findet ihr HIER

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