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Galactic Guide: Kastak Arms

Wir freuen uns sehr, euch heute eine weitere Übersetzung unserer Partner Organisation „Das Kartell“  zu präsentieren. Heute haben sie für euch den Galactic Guide für Kastak Arms. Die Übersetzung stammt von  Einsamkeit   und die Korrekturlesung von Malu23.

Vielen Dank!

 

Kastak Arms ist ein Waffenhersteller, der sich auf Handfeuerwaffen spezialisiert hat. Das heute gänzlich private Unternehmen war einst eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen Selenes Gouverneursrat und einem Konsortium aus ansässigen Geschäftsinteressenten. Es vertreibt seine Produkte gezielt in einkommensschwachen Gebieten und setzt sich damit einiger Kritik aus.


 

 

Unternehmensphilosophie

„Wir kümmern uns nicht darum, unaufällig zu sein. Wir kümmern uns darum, effektiv zu sein.“ Dies sagte Thaddeus DeWitt, derzeitiger CEO von Kastak Arms auf einer zurückliegenden Aktionärsversammlung. Der Kommentar ist eine Reaktion auf die Kritik an der akuellen Werbekampagne des Unternehmens. Die Anzeige zeigt eine junge, vierköpfige Familie außerhalb eines bescheidenen Hauses stehend. Flammen pranken im Vordergund des Bildes hervor, zwei Kinder schmiegen sich an ihre Eltern, von denen jeder eine Waffe von Kastak hält. Die Ehefrau bläst den Qualm vom Lauf ihrer Schusswaffe. Der Ehemann hält seine Pistole in die Höhe, seine Augen zum Schriftzug „Protect your Empire!“ („Beschütze dein Reich“) gerichtet, der sich neben dem allgegenwärtigen Logo des Unternehmens befindet – eine geballte Faust, die sich in die Richtung des Betrachters bewegt.

Kastak Arms produziert günstige Energiewaffen mit einschüchternden Namen wie „Devastator“ (Verwüster) und „Firestorm“ (Feuersturm) und vermarktet diese aggressiv in notleidende Gebiete des Reiches. Obwohl sich das Unternehmen selbst als Hersteller von Waffen für die Selbstverteidigung darstellt, wird die Marke zunehmend mit Personen assoziiert, welche diese für offensive und gesetzwiedrige Zwecke verwenden.

„Lassen wir kein Missverständnis darüber aufkommen“, setzt Thaddeus DeWitt seine Rede zu den Aktionären fort, „wir produzieren Waffen, wie zahllose andere Hersteller in diesem Imperium, aber wir werden kritisiert, weil unsere Werbeanzeigen ehrlich zeigen, wie es ist, eine Waffe zu besitzen.  Beim Besitz einer Waffe geht es um mehr als Schutz. Es geht auch um Macht.“ Kastaks erklärtes Ziel ist es, effektive und erschwingliche Waffen für Bürger und Zivilisten herzustellen. Kritiker argumentieren hingegen, dass das Unternehmensmodell die Straßen mit billigen Waffen überflute, die mehr Gewalt verursachen, als sie verhinderten.

Kastak

Staatlich gesponsert

Kurz nachdem Virgil an die Vanduul fiel, wurde das Vega-System nicht nur mit Flüchtlingen geflutet, es wurde auch unversehens Teil der Frontlinie des Konfliktes. Die sich abzeichnende Bedrohung eines Angriffes traf sowohl Unternehmen als auch die Öffentlichkeit des florierenden Planeten Selene. Diejenigen, die sich entschieden, zu bleiben oder es sich nicht leisten konnten, zu fliehen, sorgten sich darüber, was passieren würde, sollte ein Angriff der Vanduul sie vom Rest des Imperiums trennnen. Selenes Gouverneursrat bemühte sich, den Planeten autark zu machen. Ohne einheimischen Produzenten von Waffen zur Selbstverteidigung, entschlossen sie sich dazu, selbst einen zu gründen.

Formal gegründet wurde Kastak Arms im Jahre 2738 als öffentlich-private Partnerschaft zwischen Selenes Gouveuneursrat und einem Konsortium aus ansässigen Geschäftsinteressenten. Benannt nach der ersten Stadt, die beim Angriff der Vanduul auf Virgil fiel, galt es als Leitbild des Unternehmens, schlagkräftige Waffen für Selenes Öffentlichkeit zu einem bescheidenen Preis bereitzustellen; sodass, sollte die Invasion kommen, alle Bürger und Zivilisten fähig wären, sich selbst zu verteidigen. Ungeachtet der Hysterie blieb der Angriff der Vanduul auf Selene aus. Stattdessen wurde der Planet mit Waffen überflutet, welche, zusammen mit einer instabilen Ökonomie, zu einer steigenden Kriminalitätsrate führten.

Öffentliche Sicherheitsgremien reklamierten, dass der Gouverneursrat von der Gewalt, die von Kastak Arms verursacht wurde, profitieren würde. Im Jahre 2753 wurde ein gewissenloser, leitender Angestellter von Kastak festgenommen, nachdem er an Vegas „Frühwarnsystem für Vanduulüberfälle“ unerlaubte Änderungen vorgenommen hatte, in der Absicht, die Umsätze zu steigern. Angesichts dessen wurde in Selenes Gouverneursrat ein Beschluss zur Auflösung des Unternehmens eingebracht. Die einzige im Rat widersprechende Stimme war Hiram Larcher, der Kastaks privaten Anteilseignern Zeit verschaffte, ein gemeinsames Angebot vorzulegen, um den Besitzanteil des Rates am Unternehmen zu kaufen, indem er die Abstimmung verschleppte. Larcher überzeugte den Gouveneursrat, deren Angebot anzunehmen und verzichtete dann umgehend auf seinen Ratssitz, um Kastaks CEO zu werden.

Universeller Anspruch

Das heutige Kastak Arms ist das Ergebnis von Hiram Larchers Traum. Sobald die Gesellschaft in ein gänzlich privates Unternehmen umgewandelt war, setzte Larcher Strategien um, auf die er im Gouveneursrat gedrängt hatte. Die Sättigung von Selenes Markt bemerkend, brachte Larcher die Marke mit Hilfe einer großangelegten Werbekampagne nach Bremen, die ein attraktives Model mit einer Kastak Shotgun über einem toten Vanduul stehend zeigte. Die Schlagzeile lautete: „Es gibt einen Grund, warum die Vanduul einen Bogen um Vega machen“ und entzündete eine erhitzte Debatte unter Experten, welche Kastak unverhofft Aufmerksamkeit bescherte. Die Umsätze stiegen und erlaubten es der Gesellschaft, ihre Geschäftigstätigkeit auf das gesamte Imperium auszuweiten.

Als das Unternehmen expandierte, erkannte man schnell, dass es im Endeffekt besser sei, auf den Straßen von Hyperion zu werben als in den „Salons“ von Terra. Bevor das Unternehmen in ein neues System expandierte, ließ es diesem Vorhaben eine aggressive Anzeigenkampagne in einkommensschwachen Gebieten vorangehen; überall anzutreffende und provokative Anzeigen schürten eine Kontroverse und das Interesse der Verbraucher, bevor die Waffen schließlich in die Regale wanderten. Bis heute sind Anzeigen für Kastak Arms ein vertrauter Anblick in den einkommenschwachen Nachbarschaften, wie Newcastle und Tram. Während Kritiker anführen, dass Kastak in solchen Gebieten die Gewalt anheize, verweisen Vertreter des Unternehmens auf hohe Verkaufszahlen und erschwingliche Werbeflächen als Rechtfertigung ihrer Geschäftspraktiken. So sagte Hiram Larcher unverblühmt in einem Interview: „Diese Menschen brauchen erschwingliche Waffen. Schauen Sie, wie viel Kriminalität und Gewalt sie zu erleiden haben. Wissen Sie, wie gefährlich es für sie wäre, unbewaffnet zu sein?“

Über die Jahre hinweg hat Kastak Arms hart daran gearbeitet, sein Image als „Firmen-Underdog“ zu kultivieren. Eine übliche Herangehensweise in ihren Werbekampagnen ist es, sich als vielgeschmähter Waffenhersteller zu präsentieren, dessen einzige Mission es sei, kostengünstigen Schutz für die Massen bereitzustellen. Dieses Image ist gleichwohl mehr als eine Werbelist. Historiker schreiben Kastak Arms eine zentrale Rolle beim Sturz von Ariane Effendi, dem Diktator von Locke im frühen 29. Jahrhundert, zu. Die Verfügbarkeit von Kastaks Waffen erlaubte es dem Oppositionsführer Omar Astacio, die unterdrückte Bevölkerung zu bewaffnen.

Nach der Revolution sendete Astacio die offizielle Flagge von Lockes neuer Regierung als Dankeschön an Kastak Arms. Die Flagge wurde eingerahmt und ist seither in der Lobby des Unternehmenshauptquartieres ausgestellt. Kürzlich kam das Unternehmen der Polizei Asuras zu Hilfe, nachdem diese in den Streik trat. Eine ihrer Beanstandungen war es, gegenüber Kriminellen nicht ausreichend bewaffnet zu sein. Nachdem Kastak davon hörte, spendete es Waffen an die Polizeikräfte, um deren Bestände aufzufrischen. Es war ein kluges und raffiniertes Manöver, mit dem sich das Unternehmen eine Welle des Wohlwollens erkaufte.

Ob Kastak Arms‘ Geschäftspraktiken eine sicherere Gesellschaft herbeigeführt haben, ist fraglich.  Ob deren Praktiken für das Unternehmens wohl gut waren, steht jedoch außer Zweifel.

 


 

Übersetzung: Einsamkeit  Korrekturlesung: Malu23

Originaltext

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