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Fan Fiction: Living Verse – Meine Begegnung mit den Banu

Wir freuen uns sehr, euch heute eine Fan Fiction Story unserer Partner Organisation „Das Kartell“ zu präsentieren. Der Titel lautet „Living Verse – Meine Begegnung mit den Banu„.

Dies sind die Berichte vom UEE-Reporter Kyle Robert Thomas, der verschiedene Aspekte des Lebens in der UEE und darüber hinaus beleuchtet, wie etwa die Berufsgruppen, das Militär, aber auch fremde Spezies.“.  Die Geschichte stammt von secretTempler   und die Korrektur von Malu23. Ursprünglich wurde diese Fan Fiction im Kartellboten veröffentlicht.

Vielen Dank!

Euer SCNR Team wünscht euch gute Unterhaltung!


 

Es heißt, wenn du weißt, was du willst, dann suche einen der örtlichen Händler auf. Wenn du nicht weißt, was du willst, dann geh zu den Banu und  sie verraten es dir nicht nur, sondern verkaufen es dir gleich.

 

Die Banu und die Menschen – fremd oder seelenverwandt?

Bei meinen Reisen als Reporter für die UEE bin ich selten auf eine Spezies gestoßen, die mir so vertraut und zugleich so fremd vorgekommen ist. Vertraut, weil auch wir Menschen zumeist nach Profit streben. Ganze Generationen haben sich unter dem Banner des Kapitalismus den Gesetzen der Marktwirtschaft unterworfen. Naja, nicht alle Menschen, aber doch ein Großteil der Gesellschaft. Und noch heute treibt uns diese unstillbare Gier nach Ressourcen an, die Weiten des ’Verse zu erkunden. Nicht die Neugier bzw. der Wissensdrang, sondern die Gier nach Handelswaren. Auch hier mag es Ausnahmen geben. Ja, ich wage sogar zu behaupten, dass die meisten Wissenschaftler eher von Neugier angetrieben sind, aber finanziert werden sie doch durch die großen Konzerne, die nur auf der Suche nach neuen Quellen für ihren Profit sind.

 

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In diesem Punkt kann man uns durchaus als Seelenverwandte der Banu bezeichnen. Aber auch hier gilt, dass man nicht alle über einen Kamm scheren darf. „Kennst du einen Banu, kennst du alle“, ist eine böse Verallgemeinerung. Einige der Banu würden sicherlich sprichwörtlich ihre Großmutter verkaufen, wenn es nur genügend Profit bringen würde. Aber die Gier nach Profit ist bei den Banu viel weniger eine Gier bzw. ein Laster wie bei uns Menschen. Das Wort Streben umschreibt es bei den Banu wohl viel besser, denn dieses Streben, dieser Sinn für den Handel, ist fester Bestandteil ihrer Kultur und ihrer Tradition. Dieses Streben ist fest in der Gesellschaft verwurzelt. Das Wissen und die Erfahrung werden in den Familien weitergegeben, nicht selten auch ihre großen Handelsschiffe. Es ist also kaum verwunderlich, dass wir Menschen uns mit den Banu so gut verstehen, scheinen wir doch etwas gemeinsam zu haben, wenn auch nur auf den ersten Blick. Aber das war es dann auch schon.

 

Das Verkaufsgespräch

Auch wenn ein Handel unter Menschen ebenso einem gewissen Ablauf folgt und Gesetzen unterliegt, so hat der Handel mit den Banu doch etwas mehr von einem Ritual. Da sind diese imposanten Handelsschiffe, die wenig gemein mit unseren Transportschiffen haben. Keine Frage, eine MISC Hull ist sicherlich auch ein imposantes Arbeitstier, aber eben nur ein Arbeitstier. Die Schiffe der Banu, wie die Merchantman, unterliegen einer gewissen Eleganz. Und auch kein Pirat sollte eine Merchantman mit einem einfachen Transportschiff der UEE verwechseln. Die Banu wissen ihr Eigentum zur Schau zu stellen, aber auch es zu verteidigen.

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Ich selbst durfte einmal eine Handelsdelegation begleiten. Diese eleganten Schiffe werden durch den Frachtraum betreten, in dem sich die erlesensten Waren aus allen Teilen des ’Verse stapeln. Wenn man nicht aufpasst, gelangt man hier bereits in die Versuchung, weitaus mehr zu kaufen als das, wofür man eigentlich das Schiff betreten hat. Die Banu führen einen dann in den Verhandlungsraum. Ein einladend gestalteter Besprechungsraum mit Ausblick in den Frachtraum. Der Raum ist einladend, aber lenkt nicht von dem ab, wofür man eigentlich hier ist. Im Schatten der Ware, die man erstehen möchte, wird dann verhandelt. Die Banu sind gute Gastgeber, aber ebenso harte Verhandlungspartner. Es werden Getränke und Speisen gereicht, die man noch nicht mal vom Namen her kannte. Die Banu wissen, wie sie einem Honig ums Maul schmieren und einen zugleich um einige Credits erleichtern.

 

Die Augen der Banu

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Blickst du in die Augen eines Banu, dann siehst du das Fremde. Immer wenn ich auf Aliens stoße, ist da etwas Unbehagen in mir. Es ist die Angst vor dem Unbekannten, Fremdartigen und vielleicht auch ein wenig die Arroganz des Menschen, der glaubt, er sei die Krone der Schöpfung und auserwählt, über das bekannte Universum zu regieren und zu wachen. Es wäre sinnlos, gegen einen Banu zu pokern. Ihre Augen verraten nichts. Sie haben das perfekte Pokerface. Und dieses setzen sie auch bei den Verhandlungen ein. Ja, der Handel mit den Banu gleicht einem Spiel, in dem nicht selten die Banu die Regeln diktieren. Ich war stets beeindruckt wie die Banu die Verhandlungen meisterten, diese meist beherrschten und dennoch jeder zufrieden den Verhandlungsraum verlassen hat. Und so bleiben mir die Erinnerungen an meine Begegnungen mit den Banu immer unvergessen im Gedächtnis.

Euer Kyle Robert Thomas


 

Autor:  secretTempler   Korrekturlesung:  Malu23

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// End Transmission

2 Kommentare

  • Antarius-Angel

    Gut geschrieben. 🙂
    Auch wenn ich auf mehr neue infos gehofft hatte als ich den Artikel sah.
    Fast 2 Jahre warten wir jetzt schon auf mehr Informationen zu der MM.
    Ich weiß ja andere Schiffe haben Vorrang, aber zumindest ein paar brocken könnten sie ruhig langsam mal veröffentlichen. Ich meine selbst die Endeavor hatte zumindest ein 3D model. Und auch die anderen Konzept schiffe verfügen scheinbar inzwischen Standard über so etwas. Bei der MM bis her Fehlanzeige, trotz der 2 Jahre.

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