OneEyed Monkey Episode 6 – Im Fadenkreuz –

“Guten Morgen Rinako, ich hoffe sie hatten angenehme Träume.”
Rin hatte Aneko angewiesen sie zu wecken, sobald der Entschlüsselungsvorgang abgeschlossen werden konnte. Es hatte deutlich länger gedauert als erwartet und daher hatte sie sich die letzten zwei Tage, weiter durch Monkeys Tagebücher gewühlt.
Zwar gab es nichts, was ihr mehr Informationen über die Loge der freien Welt erbracht hätte, doch hatte sie einiges über das Leben dieses Mannes erfahren.
Die kleinen Maschinen in seinem Körper hatten ihm zu keinem Zeitpunkt eine Wahl gelassen und jede seiner Taten war für ihn die Hölle auf Erden.
Er verzieh sich nicht eine einzige davon.
In diesen Jahren hatte er eine Last zu tragen, die jeden normalen Menschen in den Wahnsinn getrieben hätte. Die Loge verlangte absolutes Gehorsam und viele der Anschläge und Attentate des letzten Jahrzehnts, gingen auf seine Rechnung.
Unzählige Unschuldige hatte er dabei ermordet und ins Unglück gestürzt. Aber es gab auch ein paar Dinge, welche Gutes bewirkt hatten, auch wenn er sich dieses Faktes nicht bewusst war. Wie im Fall von Grel`Ak, dem Oberbefehlshaber der Xi`An Streitkräfte. Hätte er ihn und seinen Stab nicht ausgeschaltet, wäre ein Krieg nicht mehr zu verhindern gewesen.
Rinako befand sich damals noch in der Ausbildung und niemand bei der UEE konnte sich einen Reim darauf machen, warum die nahende Flotte plötzlich abdrehte und von der Bildfläche verschwand.

Nur ein einziges Mal in all der Zeit, war es ihm gelungen, sich den Nanobots zu wiedersetzen. An diesem einen Tag, sollte er eine der kleineren Siedlungen im Grenzgebiet, mit Mann und Maus auslöschen. Wie eigentlich immer, wurde im kein Grund oder ähnliches genannt.
Rin vermutete, das die Loge einen Angriff von außerhalb vortäuschen wollte, um Zwietracht zwischen den Rassen zu schüren.
Er tötete zahllose Dorfbewohner, bis sich ihm ein kleines Mädchen entgegen stellte. Er erzählte von den unerträglichen Schmerzen, als er sich mit aller Kraft gegen den Willen seiner Wächter aufbäumte.
Wie er versuchte sich selbst zu töten, um dieses mutige kleine Wesen zu schützen. Jedoch gewannen die Maschinen wieder die Oberhand, bevor er den Abzug seiner Waffe betätigen konnte.
Er hatte zu lange gezögert und das Mädchen starb in seinen Armen, getötet durch seinen schwachen Willen.
Er wurde für diesen Versuch des Ausbruchs hart bestraft und sie löschten die Erinnerungen an seine Kindheit vollständig aus. Nichts blieb ihm mehr.
Es war, als hätte es diese Zeit niemals gegeben.
Aber Monkey war niemand der aufgeben wollte und an diesem Tag schwor er sich, einen Weg zu finden, der Loge zu entfliehen. Rin wusste ja bereits wie er es dann schließlich geschafft hatte.
Viel weiter war sie noch nicht gekommen und jetzt würde eine weitaus größere Entdeckung auf sie warten. Der Inhalt dieser Datei, welche mit einer solch komplexen Verschlüsselung versehen worden war.
Gestern hatte sie ihren alten Freund Marvin Boldrin kontaktiert und ihn gebeten ihr Unterstützung zu bieten, falls der Versuch die Datei zu entschlüsseln misslingen sollte. Er müsste in den nächsten Stunden hier ankommen.

Aneko meldete sich.
“Achtung! Fehlerhafte Datenpackete! Fremd-KI endteckt!”
Rinako schreckte auf.
“Versuche Eindämmung. Sperrbereich eingerichtet. Firewall durchbrochen.”
Rin stürmte panisch zum Kontrollfeld. Was war hier los?
“Fehler im Sicherheitssystem. Versuche Korrektur. Zweiter Sperrbereich eingerichtet. Fehler im Sicherheitssystem. KI-breitet sich aus!”
Hatte jemand ihr Sicherheitsnetz überwunden?
Eigentlich sollte das unmöglich sein.
Sie überflog die Anzeigen.
“60 Prozent infiltriert. Versuche den Zugriff auf den Quellcode zu verhindern.
Gescheitert! Ausbreitung schreitet vorran.”
Rin lief es eiskalt über den Rücken. Die fremde KI? War sie der Inhalt der verschlüsselten Datei? Ein Sicherungssystem, um die enthaltenen Daten zu schützen?
“Rinako Assada!”
Die Stimme hatte sich verändert. Es war nicht mehr Aneko welche jetzt zu ihr sprach.
“Ihre aktuelle Position wurde an die Administrative übermittelt. Sie wurden für schuldig befunden geheime Daten entwendet zu haben. Ihr Versuch diese Daten zu entschlüsseln wird nicht gedultet.”
Panik stieg in Rinako auf. Der Orden wusste nun wo sie sich aufhielt.
Sie musste schnellstens hier weg.

Die KI wiederholte die Warnung immer wieder und Rinakos Herz schlug ihr bis zum Hals.
Sie rannte in ihren Schlafbereich und stopfte die nötigsten Sachen in eine Tasche und steckte ihr Mobiglass ein. Zum Glück hatte sie die Tagebücher bereits dort aufgespielt. Sie wollte sie später auch unterwegs weiter studieren.
Schnellstmöglich schlüpfte sie in ihren Raumanzug und schnappte sich ihre Waffen, als ein eine laute Explosion das Labor erschütterte.
Rinako war entsetzt.
So schnell waren sie hier? Das konnte nicht sein. Wie war das möglich?
Eine weiter Explosion lies den Boden beben.
Sie sind schon an dem vorderen Schott angelangt, schoss es ihr in den Kopf. Rinakos Fluchtweg war abgeschnitten und wer auch immer, sich auf dem Weg zu ihrerm Labor befand, es schien ihm egal zu sein, wieviel Aufmerksamkeit er erregte.
Rinako griff ihren Helm und zog ihn sich über. Sie musste sofort raus und rannte zum Druckschott im hinteren Bereich.
Die meisten der mietbaren Arbeitsräume hatte ein solchen Eingang, um schweres Gerät ins Innere zu schaffen.
Sie tippte ihren Autorisierungscode ein und ein Cowndown begann herunter zu zählen. Rin klammerte sich an einen der fest verankerten Labortische und hoffte dem Sog, welcher gleich auf sie einwirken würden, wiederstehen zu können. Ansonsten gäbe es für sie keine Rettung mehr.
Eine weitere Explosion zerriss den Eingangsbereich ihres Domizils und der Cowndown erreichte Null.
Ein Trupp schwer bewaffneter Söldner stürmte herein, als das Druckschott unter lautem Getöse, der Kraft des Vakuums freien Lauf gab.
Stühle, Schränke und alles was nicht in irgendeiner Art und Weise befestigt war, rasste an Rinako vorbei, in die Weiten des Alls.
Einige der Söldner versuchten Halt zu finden, andere wurden in Sekundenbruchteilen hinauskatapultiert. Die Luft im Raum entwich so schnell, das die wenigen, die sich vor dem Sog retten konnten, nun der gnadenlosen Kälte ausgesetzt waren. Blut quoll aus ihren Augen, Nasen und Ohren als dieses zu kochen begann und wenige Augenblicke später lagen sie leblos im Raum.

Rinako hatte etwas Zeit gewonnen, doch sie war sich sicher, das es damit noch nicht beendet war. Sie musste schnellstmöglich zu ihrem Schiff gelangen und im Inneren der Station dürfte es nicht mehr sicher sein.
Rin schnallte ihre Tasche um und kletterte durch das Schott hinaus an die Außenseite der riesigen Station.
Der Hangar befand sich gut zwanzig Stockwerke überhalb des Labors.
Sie konnte den Einflugsbereich sehen, gut 500 Meter von von ihrer Position entfernt. Dort hin zu gelangen, war ein gefährliches Unterfangen. Nur ein kleiner Fehler und sie würde hilflos davontreiben, ohne die Chance auf eine Rückkehr.
Sobald sie das Innere der Station verlassen hatte, verschwand die Schwerkraft welche sie am Boden hielt und sie hatte Mühe die Orientierung nicht zu verlieren. Ihre Sinne spielten aufgrund des plötzlichen Wechsels verrückt und Schwindel stieg in ihr auf.
Fast hätte sie den Halt verloren, doch konnte sie sich noch so eben an den Ränder der Luke festhalten.
Rin presste ihren Körper an die glatte Oberfläche und zog sich langsam voran. Armlänge um Armlänge, ihr Ziel nicht aus den Augen lassend, kletterte sie weiter.

Im Hintergrund der Station erstreckte sich die gelblich schimmernden Gashülle Titans, an dessen Rändern sich Jupiter hervorschälte.
Die Forschungsstation wirkte mikrig, trotz ihrer beachtlichen Größe von fast 4 Kilometern und Rin selbst, kam sich vor wie eine Ameise welche versuchte den Olympus Mons zu besteigen.
Sie hatte bereits 200 Meter zurückgelegt und kam der Öffnung des Hangars immer näher. Nur noch ein wenig weiter und sie wäre bei ihrem Schiff. Sie würde es hier raus schaffen.
Die Einschläge von Lasersalven, welche sie nur knapp verfehlten, rissen sie aus ihrer Konzentration. Drei bewaffnete Männer waren ihr gefolgt und schossen auf ihre Position. Zu allem Übel trugen sie Magnetstiefel, was ihnen einen deutlichen Vorteil verschaffte. Schnell rückten sie vor und kamen immer näher. Jetzt saß sie richtig in der Klemme.
Zwei weiteren Schüssen wich sie mit einer Seitwärtsbewegung aus, doch der dritte traf sie am Bein.
Blut quoll aus dem Anzug und schwebte in großen Tropfen an ihren Augen vorbei, während Schmerzen durch ihren Körper schossen und die Wärme langsam aus ihrem Anzug entwich. Nur wenige Minuten und sie würde hier draußen erfrieren.
Panik überkam sie, wie ein tobender Sturm.
So wollte sie nicht enden und mit aller Kraft zog sie sich weiter, schneller und schneller, während weitere Schüsse neben ihr einschlugen.
Immer wieder verlor sie den Kontakt zur Oberfläche, doch schaffte sie es, sich immer wieder zurück zu ziehen.
Lange würde sie das nicht mehr durchhalten und langsam verliesen sie ihre Kräfte. Sie konzentrierte sich nur noch auf ihre Bewegungen und blendete alles um sich herum aus. Nur noch ein paar Züge und sie wäre am Ziel.
Ihr wurde immer kälter und ihre Glieder schwer. Noch 50 Meter.
Sie war so nah dran, doch jeder Griff nach der nächsten Verstrebung, bereitete ihr größere Schmerzen. Die Schüsse zischten an ihr vorbei und gnadenlos überrannte die Müdigkeit ihren Geist. Die Welt um sie herum verschwamm, ihr Griff lockerte sich und ihr wurde schwarz vor Augen. Langsam trieb sie davon und nur ein einziger Gedanke pendelte noch durch ihren Kopf, während jedes Gefühl aus ihrem Körper wich.
“Ich will leben…..”

Kapitel 2

“Hey Kleine, was machst du denn da?”
Der Leiter des Weisenheims stand in der Tür und blickte auf Rinako herab, wie sie weinend in der kleinen Abstellkammer auf dem Boden hockte.
“Warum weinst du? Ärgern dich die anderen?”
Rinako schüttelte den Kopf. Warum konnte man sie nicht einfach in Ruhe lassen?
“Komm schon raus! Heute ist ein besonderer Tag. Du hast Besuch.”
Sie schluchzte noch lauter.
“Ein junges Paar von der Erde. Sie würden dich gerne kennen lernen.”
Rinako wischte die Tränen beiseite und blickte trotzig zu dem Mann auf.
“Ich die aber nicht! Die sollen weg gehen!”
Heimleiter Manning war eigentlich sehr nett, doch Rin mochte ihn trotzdem nicht.
“Lassen sie mich in Ruhe, mich will sowieso niemand haben.”
Manning winkte ab und setzte sich neben sie.
“Warum so feindselig? Jeder hier mag dich, nur du lässt keinen an dich ran. Sag mir doch einfach was los ist, wir finden bestimmt eine Lösung.”
Warum wollten ihr immer alle helfen? Ok sie war erst sechs, aber keiner in ihrem Alter war ihr geistig gewachsen. Sie hatte den Verstand einer Zwölfjährigen. Und die betrachteten Rinako als zu jung, um mit ihr zu spielen. Sie verschränkte die Arme und schaute demonstrativ in eine Ecke des Raumes. Kein Wort kam aus ihrem Mund. Manning stand auf und ging wieder zur Tür.
“Gut, dann hole ich sie hierher. Du bleibst hier und wartest bis ich zurück bin.”
Er schloss die Tür und aktivierte die Verriegelung.
Rinako sprang auf und hämmerte gegen den harten Stahl.
“Ich will das nicht, lass mich hier raus. Du darfst mich nicht einsperren. Schick sie wieder fort! Bitte, hol sie nicht hierher!”
Doch Manning lies sich nicht erweichen und Rin sank wieder schluchzend auf den Boden zurück.

Warum sollte sie zu irgendwelchen Fremden? Die kannten sie doch garnicht.
Vielleicht waren sie gemeine Menschen. Wie die, welche ihre echten Eltern getötet hatten. Niemals würde sie mit denen mitgehen.
Sie kam auch alleine gut zurecht. Ganz bestimmt.
Rin riss sich zusammen und ging wieder zur Tür. Irgendwie musste das Ding doch zu öffnen sein. Also machte sie sich an dem Kontrollsystem zu schaffen.
Ein siebenstelliger Code musste zum Öffnen der Tür eingegeben werden.
Sie tippte willkürlich sieben Zahlen ein.
Falscher Code, erschien auf dem Display und ihr war klar, das sie so niemals die passende Kombination finden würde. Doch dann fiel es ihr wieder ein. Vor ein paar Wochen hatte sie einem der Wartungsangestellten dabei zugesehen, wie er solch ein Terminal eingestellt hatte. Der Mann war nett und hatte ihr viele interessante Dinge erklärt. Was hatte er nochmal gedrückt? Rinako versuchte es wieder aus ihrem Gedächtnis zu fischen.
Sie gab die Zahlen ein, die ihr als erstes einfielen. Doch wieder war der Code falsch. Sie hatte das Gefühl als schwebten die Zahlen vor ihr in der Luft, doch konnte sie sie nicht fassen. Die Reihenfolge war ihr entfallen.
Sie probierte eine Kombination nach der anderen aus, bis nach etlichen Versuchen, das Display ihr Zugriff auf das System gewährte.
Ein breites Grinsen zeichnete sich in ihr Gesicht.
Jetzt besaß sie Zugriff auf den inneren Sicherheitskreis, wie ihr eine Meldung bestätigte. Das System lag offen vor ihr. Es war kein besonders komplexes System und auch für einen Laien leicht zu durschauen. Aber für eine Sechsjährige? Das war schon was anderes. Mit stolz geschwellter Brust öffnete Rin die Verriegelung und die Tür glitt zur Seite.
Vorsichtig späte sie in den Flur hinaus. Niemand war zu sehen und sie rannte los.

Sie fühlte sich über alles erhaben und glaubte fest daran, das ihr niemand das Wasser reichen könne. Sie bog um die nächste Ecke in Richtung ihres Zimmers, während sie freudig trällernd wie eine Gazelle umhersprang.
Wenig später erreichte sie den Fahrstuhl zu den Wohnbereichen und drückte den Rufknopf, als sich im selben Moment die Tür öffnete.
Heimleiter Manning starrte sie mit aufgerissenen Augen an.
“Rinako? Wie…..?”
Sie erstarrte, zu Tode erschrocken. Wie konnte sie nur so dumm sein.
Natürlich hatte der Besuch bei ihrem Zimmer auf sie gewartet und Manning holte sie nun, von dort hierher.
“Lasst mich in Ruhe!”
Rin fauchte das junge Paar an.
“Ich will euch nicht sehen. Ich geh nicht mit euch mit.”
Sie wich einige Schritte zurück, doch ehe sie weglaufen konnte, packte Manning sie am Arm.
“Beruhigt dich doch erstmal, Kleine. Sie wollen sich doch nur ein wenig mit dir unterhalten.”
Rin versuchte sich los zu reißen und strampelte wie wild herum. Sie schlug auf die Hand ein, welche sie mit festem Griff umklammerte. Sie schimpfte und schrie, so als wolle ihr jemand etwas wirklich Böses.
Die Frau beugte sich zu ihr herunter und sprach einfühlsam auf sie ein.
“Du bist also Rinako? Du bist sehr hübsch, Kleine. Ich bin Elli! Wir würden..”
Rin schlug ihr mit der Faust mitten ins Gesicht.
“Mir doch egal, wer du bist! Geh weg du Hexe! Geht alle weg!”
Die Frau wich erschrocken zurück, doch langsam verliesen Rin ihre Kräfte. Ihr kleiner Körper, war von der Situation völlig überfordert und sie sackte weinend zusammen.
“Ich will nicht……lasst mich doch bitte in Ruhe……bitte geht weg…….bitte, bitte, bitte……”
Sie kroch an die Wand, versenkte den Kopf zwischen ihren Knien und wiederholte nur noch schluchzend ihre Worte.
“Bitte, lasst mich, bitte bitte, geht weg, geht doch einfach weg…….”
Manning hob das kleine Häufchen Elend in seine Arme und deutete den beiden Besuchern an, das es wohl keinen Zweck hätte, es heute nochmal zu probieren.
Rin bekam nicht mehr mit, wie sich die beiden verabschiedeten, oder wie der Heimleiter sie in ihr Zimmer brachte und sie ins Bett legte.
Zitternd schlief sie ein, während Manning die ganze Zeit bei ihr wachte.
“Es tut mir leid, kleine Rinako. Ich wollte dir keine Angst machen. Morgen schauen wir weiter und ich bin wirklich gespannt, wie du es geschafft hast, aus der Kammer raus zu kommen.”

Kapitel 3

“Rinako wach auf! Komm schon Rin, bitte stirb nicht!”
Sie schlug die Augen auf und blickte in die angsterfüllten Augen von Marvin Boldrin, welcher über sie gebeugt an ihrem Körper rüttelte.
“Ohh Gott sei Dank. Du lebst noch. Was war da draußen los?”
Rin´s Körper schmerzte und nur langsam kam die Erinnerung an die Geschehnisse zurück.
“Rin? Was waren das für Leute? Wäre ich nur ein paar Sekunden später hier angekommen, wärst du nur noch ein lebloser Klumpen Eis!”
Rinako lebte. Sie konnte es nicht fassen, sie war sich sicher das ihr Ende gekommen war.
“Ich……”
Rinako versuchte ihre Gedanken zu ordnen und mit einem Schag, wurde ihr die Tragweite dieser Situation bewusst.
“Es…. es tut mir leid Marv, ich habe dich in große Gefahr gebracht. Du hättest mich sterben lassen sollen.”
Marvin stand nur schockiert da und blickte ihr, durch seine große Brille, direkt in die Augen.
“Was redest du für einen Blödsinn? Was waren das für Leute?”
Marv war kein Kämpfer, oder gar ein Held. Er war ein einfacher Wissenschaftler, welcher sein ganzes Leben in die Erforschung neuer Codierungsalgorythmen gesteckt hatte. Ein Nerd, ein Kellerkind, ein Weichei, aber auch ein guter Freund. Es war ein Wunder, das er sich nach all den Jahren getraut hatte, sich eine kleine Aurora zu kaufen und nun selbst kleinere Ausflüge unternahm. Und jetzt war auch sein Leben in Gefahr, durch ihre Schuld.
“Es wäre besser, wenn du es nicht weisst. Aber wir müssen schnell hier weg!”
Marv half ihr aufzustehen.
“Wo sind wir? Sind wir noch bei der Station?”
Marvin zuckte mit den Schultern.
“Klar, wo sollten wir auch sonst sein? Die Typen haben sich wieder verzogen. Ist schon ein paar Minuten her, seid sie in der Station verschwanden.”
Rin schleppte sich humpelnd ins Cockpit. Die Wunde am Bein blutete noch immer, doch hatten sie keine Zeit mehr sie zu behandeln.
“Hast du Waffen an Bord?”
Dumme Frage, natürlich hatte er nichts dergleichen. Er glaubte fest daran, das er so keine Bedrohung darstellen würde und ihn dann alle in Ruhe seines Weges ziehen lassen.
Rinako überflog den Radar. Einige Schiffe mit unbekannter Kennung näherten sich.
“Scheiße, wusste ichs doch. Die lassen nicht locker. Wir müssen schnellstens hier weg.”

Rin schwang sich in den Pilotensessel und aktivierte die Antriebe.
Sie war grade erst dem sicheren Tod entkommen und hatte nicht vor, sich ihm ein zweites Mal gegenüber zu stellen. Sie mussten irgendwie zum Hauptquatier des Geheimdienstes gelangen. Dort wären sie vor diesen Killern in Sicherheit.
Weit war es nicht, aber die blinkenden Punkte auf dem Radar kamen schnell näher und Rinako marterte ihr Gehirn, auf der Suche nach einem Ausweg.
Sie hatte die Aurora bereits bis an die Grenze der Belastbarkeit beschleunigt, doch entkommen konnten sie mit dieser Schüssel sicherlich nicht.
Sie blickte hinaus in die Dunkelheit, hoffend das sich die Lösung ihrer Probleme aus dem Nichts herausschälen würde.
“Marv, hast du nicht irgendeinen überschlauen Geistesblitz parat?”
Er schüttelte nur verzweifelt den Kopf und Rin deutete auf den Radar.
“Denk nach! Wenn diese kleinen Lichter uns erreichen, wars das für uns!”
Doch Marvin starrte nur fassungslos auf das Display, bis er plötzlich eine Frage über seine Lippen presste.
“Wa-wa-was sind das für Punkte da oben? Die waren eben noch nicht da!”
Rin rief sofort die Schiffdaten ab.
“Patrouillenschiffe der lokalen Sicherheit. Ich glaub es ja nicht. Das könnte unsere Rettung sein.”
Rin aktivierte die Kommunikation und sendete einen Hilferuf auf allen Kanälen.
“Hier spricht Rinako Assada, Sonderbeauftragte der UEE, Autorisierungscode 76Delta3258Guillemot . Wir werden angegriffen. Erbitten Geleitschutz!”
Gebannt, lauschten sie dem Rauschen der Verbindung. Die Sekunden zogen sich wie Minuten und ihre Verfolger waren fast in Schussweite.
Endlich meldete sich eine raue Stimme.
“Hier spricht Lieutenant Brigs, von der Lokalen Sicherheit. Ihr Autorisierung wurde bestätigt. Wir sind unterwegs.”
Rinako fiel ein Stein vom Herzen. Jetzt würde sie niemand mehr angreifen.
Hoffentlich würden sie rechtzeitig eintreffen.

Die Patrouille war schnell. Vier Avenger und ein Gladiator kamen ins Sichtfeld und umringten das kleine Schiff in einer Schutzformation.
Rin überprüfte ein weiteres Mal den Radar, doch entgegen ihrer Vermutung wurden die Verfolger nicht langsamer, geschweige denn das sie abdrehten.
“Lieutenant Brigs, Sechs unbekannte Schiffe kommen direkt auf uns zu. Sie Verfolgen uns, seid wir die Station Haradur II verlassen haben. Diese Männer haben mich bereits in meinem Labor angegriffen und nur mit Glück konnte ich entkommen. Sie sind äußerst…….”
Brigs viel ihr ins Wort.
“Kein Problem Miss, wir haben alles unter Kontrolle. Bleiben sie in der Formation und lassen sie……..”
Der Annäherungsalarm ertönte im Cockpit und nur wenige Augenblicke später zerriss es einen der Avenger in einer grellen Explosion.
Rin zog ihr Schiff zur Seite, um nicht von den Trümmern getroffen zu werden. Die übrigen Schiffe der Sicherheit taten es ihr gleich.
Brigs Stimme schalte durchs Cockpit.
“Verdammte Scheiße, Ernesto hat es erwischt! Wer sind die und womit schießen die? Wer greift in diesem Sektor Polizeischiffe an? Die sind soch irre.”
Der Staffelführer klang nervös und unerfahren.
“Hilgert und Amhofer? Ihr schützt die Aurora. Und kontaktiert das Haupquatier. Wir brauchen dringend Verstärkung.
Jähnig? Sie kommen mit mir! Zeigen wir denen mal, mit wem sie sich hier anlegen!”
Zwei Avenger drehten ab und rasten in Richtung der Angreifer.

Rinako war fassungslos. Dieser Orden schreckte vor absolut nichts zurück.
Kollateralschäden waren ihnen egal, es zählte nur das Ziel.
Es hätte ihr klar sein müssen, bevor sie überhaupt mit den Ermittlungen begonnen hatte. Die Gerüchte waren wohl nicht übertrieben gewesen.
Noch etwa 30 Minuten, bis sie den Mars erreichten und im Hauptquatier eine
sichere Zuflucht finden würden. Eine lange Zeit, wenn man auf der Abschussliste dieser Typen gelandet war.
Und zu allem Überfluss, lag ihr Leben in den Händen von ein paar unerfahrenen Draufgängern, welche einen Kampf, mit Sicherheit nur aus dem Simulator kannten.
Rinako hatte wahrlich schon bessere Tage erlebt, doch ihre Alternativen hielten sich in Grenzen.
Brigs meldete sich über Funk.
“Seht zu das ihr hier verschwindet! Jähnig wurde abgeschossen, ich versuche sie noch etwas aufzuhalten. Hilgert! Gib mir mit dem Gladiator Rückendeckung. Amhofer! Hol Miss Assada an Bord und verschwindet so schnell ihr könnt. Bring sie sicher hier raus.”

Der Gladiator drehte ab und verschwand ebenfalls, während der letzte Avenger beidrehte und die Ladeluke am Heck öffnete.
Rinako und Marv zogen ihre Helme über und aktivierten die Öffnungssequenz des seitlichen Einstiegs.
“Marv! Du springst als erster. Du hast keine Erfahrung im Fliegen und würdest uns womöglich in den Jäger lenken.”
Es dauerte eine Weile, bevor der Druck im Inneren an der Aurora angepasst wurde und sich das Schott öffnete.
Marvin stolperte zurück und starrte hinaus.
“Aber…….das kann ich nicht!”
Einige Meter trennten die beiden Schiffe noch voneinander. Sie mussten springen und obwohl das der reinste Selbstmord zu sein schien, war es ihre einzige Chance auf Rettung.
Rin steuerte das Schiff so nah wie möglich an die Öffnung.
“Raus jetzt Marvin, spring endlich! Wir haben keine Zeit!”
Marv zögerte noch einen Moment bevor er sprang. Rin konnte seinen Flug durch das Seitenfenster beobachten.
Er schlug an der Kante auf, packte sich grade noch an einer der Einbuchtungen fest und zog sich an Bord.
Ein tiefes Schnaufen drang aus den Lautsprechern.
“Wahnsinn, hast du das gesehen? Ich bin drüben! Schnell Rin, seh zu das du da raus kommst!”
Rin aktivierte den Autopiloten und rannte zur Luke und sprang mit einem gewaltigen Satz direkt in die Ladebucht des Avengers, welcher sofort abdrehte und die Luke schloss

Rin rappelte sich auf und das nächste was sie sah, war der Kolben einer Waffe, welche auf ihr Gesicht zuschnellte. Der harte Schlag, warf sie wieder auf den Boden zurück. Der Pilot des Avengers, beugte sich über sie und hob sie mit festem Griff am Hals, wieder nach oben. Rin schaute für einen kurzen Augenblick an ihm vorbei und endteckte ihren am Boden liegenden Freund.
“Marv! Marv! Geht es dir gut? Marv!”
Ihr dämmerte fürchterliches und der Pilot bestätigte ihre Annahme promt.
“Hör auf zu schreien, Kleine! Der hört dich ganz gewiss nicht mehr. Diese Irren da draußen wollen dich haben und für dich, setzte ich mein Leben nicht auf Spiel!
Rin kochte vor Hass auf dieses dreckige korrupte Schwein!
“Du verdammter Mistkerl, ich bring dich um. Das war der größte Fehler deines verkackten Lebens.”
Überheblich grinste Amhofer sie an.
“So so, glaubst du das?”
Rinako hatte in ihrer Ausbildung allerlei Griffe und Schlagtechniken gelernt, um sich aus eben solchen Situationen zu befreien. Sie spannte ihre Muskulatur an, packte seine Handgelenke und schwang blitzartig ihre Bein nach oben um seinen Hals. Mit einer ruckartigen Bewegung, wirbelte sie ihn zu Boden.
“Ja, genau das glaube ich!”
Ein harter Schlag mit der Handkante auf den Kehlkopf und der Mann lag röchelnd vor ihr. Sie nahm seine Waffe an sich und drückte ab. Sein Körper erschlaffte und nur noch das Summen der Triebwerke war zu hören.

Sie rannte zu Marvin und drehte ihn zur Seite. Blut quoll aus einer großen Wunde am Kopf und Rin sah sofort, das jede Hilfe zu spät kommen würde.
Rinako verfluchte sich innerlich, doch hatte sie jetzt keine Zeit für Trauer oder Gewissensbisse. Sie würde noch ihr ganzes Leben Zeit dafür haben und begab sich ins Cockpit, lies sich in dem Sessel nieder, atmete tief durch und übernahm die Steuerung des Schiffes.Was nun?
Sie schaute auf den Radar. Der Gladiator war ebenfalls vernichtet worden, doch dieser Brigs, so irre er auch sein mochte, hatte ordentlich Schaden bei den Angreifern hinterlassen. Und er lebte noch, aber befand sich ganz klar in der Defensive. Sie konnte ihn unmöglich zurücklassen.
Rin drehte den Avenger um 180 Grad und stürzte in Richtung des Kampfes.
Zwei schwarze 325a hingen Brigs im Nacken und deckten ihn mit unzähligen Lasersalven ein. Was er auch versuchte, er konnte sie einfach nicht abschütteln. Rinako war noch nicht ganz in Schussreichweite, als einer der Verfolger zwei Raketen auf den Lieutenant abfeuerte.
Sie brüllte aufgeregt ins Com.
“Brigs, ausweichen! Ausweichen!”
Doch der Abstand zwischen den Jägern war zu gering und nur eine der Raketen verfehlte ihr Ziel. Die andere schlug in die rechte Tragfläche des Avengers und das Schiff kam ins trudeln. Brigs hatte die Kontrolle verloren, als Rinakos Bordcomputer sich meldete.
“Ziel erfasst!”
Rin betätigte den Abschussknopf und die Bordkanone feuerte aus allen Rohren auf das nächstgelegene feindliche Schiff. Die Schilde glühten unter dem Beschuss auf, während der Jäger versuchte den Schüssen zu entfliehen.
Rinako hatte Mühe das Ziel im Marker zu halten und wartete bis zum letzten Moment, um so nahe wie möglich an ihn heran zu kommen.
Ein Druck auf den Auslöser und zwei Raketen schossen davon.
Der Pilot des Jägers hatte keine Chance auszuweichen und wenige Augeblicke später, war nichts mehr von ihm übrig außer einigen Bruchstücken, welche durch den Raum wirbelten.
Das letzte Schiff hatte sich inzwischen aus dem Kampf zurückgezogen und war bereits zu weit entfernt, als das Rinako ihn hätte einholen können.
Ihr war klar, das er Bericht erstatten würde und sie in nächster Zeit nocheinmal Besuch zu erwarten hatte. Aber fürs erste war sie in Sicherheit.
Sie aktivierte das Com.
“Lieutenant Brigs, können sie mich hören? Aktivieren sie das Notsignal, sie sind nicht mehr auf meinem Schirm!”
Einige Sekunden vergingen, doch dann hallte seine Stimme durch das Cockpit.
“Miss Asada? Was ist mit Amhofer?”
Rinako antwortete nur knapp.
“Wir hatten Differenzen, ich erkläre es ihnen wenn sie an Bord sind.”
Auf dem Radar erschien ein blinkender Punkt. Das Notsignal des Avengers.
“Vielen Dank, für die Rettung Miss Asada!”
Rin sagte nichts weiter und steuerte auf die Position des Signals zu, bis das Schiff in ihrem Sichtfeld auftauchte. Noch immer rotierte es unkontrolliert durch den Raum, Funken sprühten aus der zerstörten Flanke und hüllten das Schiff in ein bläuliches Leuchten.
Als sie nahe genug herangekommen war, drosselte sie die Geschwindigkeit und hielt die Position auf der Höhe des Wracks.
“So da bin ich, sehen sie zu das sie ihren Arsch hier rüber bewegen.

Kapitel 4

Der weitere Flug zum Mars, gestalltete sich problemlos.
Brigs war nicht sonderlich erfreut darüber, das er seinen Kameraden tod vorfand. Doch musste er sich mit Rinakos Erklärung der Geschehnisse zufrieden geben. Er schien ihr aber nicht über den Weg zu trauen.
Wer konnte es ihm verübeln.
“Lieutenant Brigs? Ich möchte ihnen nochmals danken. Ohne sie und ihr Team, wäre ich dort draußen verendet.”
Rinako senkte die Stimme.
“Und es tut mir unendlich leid, das ihre Leute dabei ihr Leben lassen mussten.”
Brigs schaute sie nur fragend an. Sein Blick sprach Bände. Er gab ihr die Schuld dafür und bereute es zutiefst auf den Notruf reagiert zu haben.
Aber ihm war auch klar, das seine Verpflichtung dem Gesetz zu dienen, keine andere Möglichkeit geboten hatte.
Rinako, konnte gut nachvollziehen, was in ihm vorging.
“Ich kann ihnen noch nicht sagen, wer diese Leute waren, aber sie müssen mir glauben, sie und ihre Männer haben der Welt einen großen Dienst erwiesen.”
Wie überheblich das für ihn klingen musste. Als ob, ihr Leben von solch großer Bedeutung wäre. Aber man musste das große Ganze dahinter betrachten.

Sie erreichten den Orbit des Mars. Der Computer meldete den Eintritt in den Anzugsbereich der Gravitation und Rinako nahm Kontakt zum Hauptquatier auf.
“Special Agent Assada meldet sich zurück.
Autorisierungscode 76Delta3258Guillemot. Erbitte Anflugserlaubnis.”
Eine weibliche Stimme meldete sich.
“Willkommen zurück Agent, Erlaubnis erteilt. Anflugvektor Gamma 7.
Landezone N31. Sie werden bereits erwartet.”
Die Verbindung wurde beendet.
Rin konnte sich keinen Reim darauf machen, warum man sie erwarten sollte.
Sie hatte keine offizielle Mission durchgeführt und entsprechend musste sie niemandem Bericht erstatten. Eigentlich war sie außerdienstlich unterwegs gewesen, aber vielleicht hatte sie ihre Kompetenzen, doch etwas zu oft misbraucht.
Sie würde es bald erfahren.
Rinako steuerte den Avenger in den Anflugsbereich und tauchte in die Atmosphäre des Mars ein. Dem Leitsrahl folgend durchflog sie die Wolkendecke, bis sich unter ihr die schroffe Landschaft des ehemals roten Planeten auftat. Das Hauptquatier befand sich mitten in New Washington.
Ein riesiges Gebäude, eher ein Turm, mehrere Kilometer hoch, mit großen Plattformen über mehrere Ebenen verteilt. Eine gläserne Fassade spiegelte die umliegende Stadt wieder und im Zentrum dominierte eine gigantische blau schimmernde Kugel das Bild. Sie war Teil des autarken Energiesystems des Hauptquatiers. Ohne Unterbrechung starteten und landeten Schiffe auf den Plattformen, von Missionen zurückkehrend, oder im Begriff zu selbigen aufzubrechen.
Rin lenkte den Avenger in die zugeteilte Landezone und lies ihn auf dem Boden aufstzen.
“Brigs! Hier werden wir uns trennen. Die interne Sicherheit wird sie nach draußen geleiten.”
Der Lieutenant sprang auf.
“Ohh nein, das wird nicht passieren. Ich bleibe bei ihnen, bis ich weiss wofür meine Männer heute gestorben sind.”
Rin drehte sich ihm zu.
“Hören sie, die Sicherheit versteht da keinen Spaß. Seien sie froh wenn man sie nicht in irgendein Loch steckt und einem Verhör unterzieht. Wenn sie kooperieren, werde ich mich bei ihnen melden, sobald ich mehr weiss. Das bin ich ihnen schuldig, aber machen sie die Sache nicht unnötig kompliziert.”
Einsicht machte sich auf seinem Gesicht breit.
“Na gut, an mir soll es nicht scheitern. Ich warte im BellyBandit auf sie und wehe sie tauchen nicht auf.”
Rinako nickte ihm zu und ging zum Heck. Sie aktivierte den Öffnungsmechanismus und deutete ihm an, ihr nach draußen zu folgen.
Noch einmal schaute sie zu Marvins leblosen Körper, wandte sich ab und schritt hinaus.

Wie erwartet reagierten die Sicherheitskräfte sofort auf den unautorisierten Gast und stürmten mit den Waffen im Anschlag herbei.
“Halt! Stehen beleiben. Sie haben keine Befugnis dieses Gebäude zu betreten. Wir werden sie in Gewahrsam nehmen.”
Rinako hob die Hand und hielt ihre ID Karte hoch.
“Dieser Mann stellt keine Gefahr dar. Er hat mir das Leben gerettet und uns blieb keine andere Wahl als hier her zu kommen. Geleiten sie ihn bitte nach draußen.”
Der ranghöchste Offizier trat zu ihr heran und nahm die ID Karte an sich. Nach einer Überprüfung, gab er den Befehl die Waffen zu senken.
“Miss Assada, ganz wie sie wünschen. Wir werden uns umgehend darum kümmern. Kommen sie mit Herr…?”
“Brigs ist mein Name. Lieutenant Brigs von der planetaren Sicherheit.”
Der Offizier zeigte zu einem Aufzug.
“Ok, Lieutenant Brigs. Folgen sie uns.”
Mit schnellem Schritt geleiteten sie ihn das Landedeck entlang zum Ausgang.
Bevor sie im Fahrstuhl verschwanden, traf sein Blick noch einmal auf Rinakos. Mit einer kaum sichtbaren Geste, versicherte sie ihm, ihr Versprechen zu halten.


// End Transmission

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